2016‘er Fundstücke – Schaf, Rosen und Meer

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Das Haus Peters in Tetenbüll auf Eiderstedt, der ehemalige Kolonialwarenladen, ist heute Museum und Galerie. Im letzten Jahr war ich gleich zweimal dort, einmal im April und dann zu dem „Schaf, Rosen und Meer“- Wochenende im Juni; ein Wochenende mit Verkauf von Rosenablegern und Kunsthandwerk.

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Der Juni-Besuch hatte es nicht in den Blog geschafft, das ist schade, denn gerade im Juni blüht der Haus-Peters-Bauergarten in voller Rosenpracht. Und jetzt im grauen Februar tut Farbe ja so gut und lässt die Vorfreude auf Frühjahr und Sommer wachsen.

Die Rosen, die Töpferarbeiten und das musikalische Duo Vilou – so bunt ist Sommer.

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Das Haus Peters Programm für 2017 ist auch schon geschrieben. Hier ein kleiner Auszug:

  • 24./25.6. „Schaf, Rosen und Meer“- Wochenende mit Verkauf von Rosenablegern und Kunsthandwerk
    Verkauf von Ablegern der historischen Rosen aus dem Bauerngarten, Wissenswertes, Schönes und Köstliches rund um die Rose, …
  • 12./13.8. Buntes Sommerwochenende mit Kunsthandwerk
    Silberschmuck, Keramik, Gartenkeramik, Filzarbeiten, Mode, Altes Leinen, Schmuck, Weidenarbeiten, … Musik: Vilou (13.8.)
  • 7. Oktober bis 25. Februar 2018: Ausstellung von Ole West
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Poesiealbum

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Hattet Ihr auch eines? So ein kleines, bunt eingeschlagenes Büchlein mit weißen Seiten, in das Eure Eltern, Lehrer und Schulkameraden tiefsinnige bis sinnlose Sprüche geschrieben haben?

Lebensweisheiten mit glitzernden Glanzbildern verziert? Glanzbilder von Rosen und Vergissmeinicht.

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Ich habe mein Poesiealbum nach vielen Jahren mal wieder zur Hand genommen, nachdem ich bei Lutz Prauser, dem Zwetschgenmann, einen Beitrag über genau dieses gelesen habe. Beim Durchblättern kam doch so einiges Erstaunliches zu tage.

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Lutz schreibt, dass Lehrer es gern mit Goethe hielten und siehe da, zu „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“ wurde auch ich von meinen Lehrern ermahnt. Gleich zwei Mal! Und auch sie begnügten sich mit diesen ersten zwei Zeilen aus Goethes „göttlichem“ Gedicht.

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Einen sehr schönen Text (nach Peter Roseggere (1843 – 1918)) schrieb mir auch eine Lehrerin:

Ein bisschen mehr Freude und weniger Streit,
ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
ein bisschen mehr Wahrheit immerdar,
und viel mehr Hilfe bei jeder Gefahr!

Ein bisschen mehr „Wir“ und weniger „Ich“,
ein bisschen mehr Kraft, nicht so zimperlich;
und viel mehr Blumen während des Lebens,
denn auf den Gräbern da sind sie vergebens.

Dazu malte sie mir rosa Fingerhutblüten vor leicht im Wind gebeugten Grashalmen. Viel schöner als die Glanzbilder es je sein konnten.

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Auch ein Sinnspruch von Kleist wurde mir von einer Lehrerin ans Herz gelegt:

Frage dich immer in jeder Lage des Lebens, ehe du handelst:
Wie könnte ich hier am edelsten, am schönsten, am vortrefflichsten handeln?
Und was dein erstes Gefühl dir antwortet, das tue!

Edel und schön handeln ist heute wohl eher aus der Mode geraten. Wer macht sich noch Gedanken, ob sein Handeln edel und schön ist? Hat man heute überhaupt noch eine Vorstellung davon, was schönes Handeln sein könnte?

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Schülersprüche hingegen thematisierten meist Freundschaft und Glück, aber auch Pflicht und Fleiß. Schrieb man da vom Poesiealbum der Eltern ab?

Ja, „Spare, lerne, leiste was; dann hast du, bist du, kannst du was“, wurde mir doch tatsächlich von einer Mitschülerin geraten.

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Du kannst der Sonne nicht entgegeneilen,
auch nicht nachlaufen,
aber Du kannst sie immer
im Herzen tragen.

Diese weise Erkenntnis findet sich auch in meinem Poesiealbum.

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Und einen wunderschönen Fontane habe ich gefunden, in dem kleinen Büchlein:

Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
was dich in Wahrheit hebt und hält,
muss in Dir selber leben.

Das flüchtige Lob, des Tages Ruhm,
magst Du den Eitlen gönnen;
das aber sei dein Heiligtum:
vor dir bestehen können.

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Gibt es in Eurem Poesiealbum einen Spruch, der Euch tatsächlich im Bewusstsein blieb? Eine Lebensweisheit, Die Euch tatsächlich begleitet hat? Ich habe einen, der mich seit meiner Poesiealben-Zeit begleitet:

Redet einer schlecht von dir,
sei ‘s ihm erlaubt.

Doch du, du lebe so,
dass keiner es ihm glaubt!

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Nicht sehr poetisch und auch nicht besonders philosophisch aber auf jeden Fall „hilfreich und gut“.

Rosen aus Friedrichstadt

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Frei nach dem Walzer-Schlagertext “Tulpen aus Amsterdam” veranstaltet das nordfriesische Holländer-Städtchen Friedrichstadt einmal im Jahr seine Rosentage. Denn die Rosen gehören zu Friedrichstadt wie die Tulpen zu Amsterdam.

Wer im Früh-Sommer durch die Gassen der Friedrichstädter Altstadt bummelt, findet vor zahlreichen Häusern duftende Rosen. Mal üppig und ausladend, mal dezent aus dem Grün hervorlugend, von Lavendel umrahmt oder auch mal grazil bis staksig auf einem langen, dünnen Stamm balancierend.

Die Rosenpracht umrahmt alte Türen und hölzerne Sprossenfensterrahmen, harmoniert mit antiken Schaufensterauslagen, leuchtet an weißen Wänden, ziert sogar das Grau der Vernachlässigung.

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Mit dem „Friedrichstädter Rosenzauber“, so heisst das Fest offiziell,  wird aber nicht nur die allgegenwärtige Königin der Blumen geehrt, es findet auch ein großer Rosen- und Gartenmarkt unter den Bäumen des Marktplatzes statt.

Hier können Rosenliebhaber mit renommierten Züchtern fachsimpeln, sich an historischen Rosen, Strauch- und Beetrosen, Kletterrosen oder Rampler erfreuen und natürlich auch das ein oder andere Schätzchen mit nach Hause nehmen.

Und nicht nur der florale Vergleich erinnert an die holländische Metropole an der Amstel. Niederländische Treppengiebelhäuser und Grachten prägen das Stadtbild der idyllischen Kleinstadt hier bei uns im Norden. So kam  Friedrichstadt zu seinem liebevollen Beinamen „Klein Amsterdam“.

Die schmucken Giebelhäuser wurden von eingewanderten Holländen gebaut, die Grachten sind der geographischen Lage des Ortes und den Holländen geschuldet.

Friedrichstadt liegt in der Eider-Treene-Niederung, an der Mündung der Treene in die Eider. Um dort siedeln zu können, musste das Wasser gebändigt werden. Das erledigten die holländischen Gründungsväter so, wie Holländer es eben tun. Sie bauten Grachten.

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Es entstand ein kleines Juwel mit nunmehr 375jähiger Vergangenheit, das nicht nur zu den Rosentagen einen Besuch wert ist. Historische Hausfassaden und verträumte Winkel, gemütliche Cafés und Restaurants, kleine, liebevoll geführte Läden eingerahmt von Rosen und Grachten – eine bezaubernde Puppenhauskulisse. Amsterdam „en miniature“.

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Wer Lust und etwas Mut hat, kann sich auf den Grachten im Stand-Up Paddling probieren (bei Stefanie gibt es einen SUP Einführungskurs), weniger Mutige erkunden die Treene-Kanäle im Tretboot oder bei einer Grachtenfahrt.

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Ganz wie in Amsterdam.

Die Friedrichstädter Rosentage finden immer am ersten Wochenende im Juli statt.

SnapShots – 2015’er Restposten (2)

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Weiter geht’s mit den Schnappschüssen aus 2015, die es in keinen Beitrag geschafft haben.

Auch wenn es bereits im vorfrühlingshaften Garten schon wieder sprießt – die Winterlinge und Schneeglöckchen aus dem letzten Jahr, die, wie jedes Jahr, um die erste Farbe im Garten wetteiferten.

Der Winterling

Der Winterling,
der Winterling,
der blüht im Winter,
mittendrin.

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In Sonnengelb
erstrahlt er keck,
denkt sich den Winter
einfach weg.

Schneeglöckchen-weiß
will er nicht sein.
Auch nicht so zierlich,
nicht so klein.

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Will leuchten, glänzen,
gelb und prall.
Will Schönster sein;
auf jeden Fall!

Das Glöckchen hört’s,
erwidert schlicht:
Schön bin auch ich,
Du Mondgesicht!

Das war mein erstes Gedicht.


Erderwärmung, Klimawandel, zu kalte Sommer, zu warme Winter. Die eine oder andere Pflanze mag das im letzten Jahr durcheinander gebracht haben.

Eine Amaryllis blühte schon im August…

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… die Primeln und Rosen noch im Dezember.

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Wie gesagt, der eine früher, der andere später.

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Und habt Ihr schon mal vom selbstaussäenden Garten gehört? Ich scheine so einen zu haben und staune immer wieder. Platz ist ja bekanntlich in der kleinsten Hütte, oder auch Dachrinne – wenn’s ab und an mal regnet.

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Wo wir gerade bei seltsamen Orten sind, so einen Hort sollte man vor jedem Deko-Laden einrichten; vor Schuhgeschäften vielleicht auch.

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Und das war mein erstes „Selvie“. Bei Sonnenschein im Sommergarten.

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Ich hoffe, es hat soweit Spaß gemacht! Eine Fortsetzung hab‘ ich noch.

SnapShots – Rosen in (ganz) Schwarzweiß

Kleines Experiment – Schritt zwei: Rosen in „ganz“ Schwarzweiß. Aufgenommen mit der Kameraeinstellung NEF (RAW) & JPEG und in „RawTherapee“ bearbeitet. Umwandlung der Farbkänale in Graustufen, Einstellung der Tonwertkorrekturen, Feinabstimmung von Helligkeit und Kontrast; nichts wurde unversucht gelassen. Der Leihe staunt, der Profi lächelt…

Bei der Schwarzweiß-Bearbeitung gibt es im Grunde kein Richtig oder Falsch. Jedes Bild ist eine Kombination aus der ganz eigenen Interpretation von Farbe und des persönlichen Geschmacks. Experimentieren ist ausdrücklich erwünscht!

Die Auswahl an Rosenmotiven im Garten ist jetzt Ende August nicht mehr ganz so groß, aber ein paar Spät-Blüher haben mein Projekt dann doch noch gerettet. 

In Schwarzweiß fällt es nicht mal besonders auf, dass einige Rosenblätter schon recht welk daherkommen. Vielleicht macht das sogar den Scharm des ein oder anderen Bildes aus.

Mein Favorit ist das Bild mit den zwei kleinen Fliegern.
Gefunden?

Und der nächste Beitrag wird wieder bunt.
Versprochen!

SnapShots – Rosen in (fast) Schwarzweiß

Richtig gute Schwarzweiß-Fotos haben mich schon immer fasziniert. In Schwarzweiß dominiert das Motiv und nicht die Farbe. Motiv-Klassiker in dieser Fototechnik sind markige Gesichter, auch gern mit vielen Falten, interessante Architekturmotive oder überraschende Detailaufnahmen.

Aber nicht jedem Foto „steht“ das Monochrome. Für gelungene Schwarzweiß-Aufnahmen braucht ein Motiv Kontrast und Struktur. Der Profi lernt für seine Motivauswahl Schwarzweiß zu sehen, der Leihe probiertes erst mal in der Nachverarbeitung.

Nur mal so, nur mal um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ein Farbfoto in Schwarzweiß wirkt. Keine “high sophisticated” Bildbearbeitung einer RAW-Datei in einem Profi-Bildbearbeitungsprogramm, nur ein paar Regler-Verschiebereien im Flickr Fotoeditor.

Der Regler „Sättigung“ verwandelt, auf Minimum geschoben,  Farbe in Graustufen. Das Ergebnis, so „ungesättigt“,  ist enttäuschend – die meisten Fotos wirken plötzlich langweilig, farblos-trist, zu dunkel, zu hell…

Bei meiner Spielerei ist mir aber aufgefallen, dass das ein oder andere Rosenfoto mit nur ganz wenig Restfarbe einen ganz neuen Ausdruck bekommt. Wo vorher Farbe dominierte, treten jetzt die Strukturen der Rosenblütenblätter in den Vordergrund; die Blütenstruktur wird wunderbar in Szene gesetzt; die ursprüngliche Farbe lässt sich nur noch erahnen.

Mir gefallen diese pastelligen Bilder, auf denen die Rosen fast wie aus Porzellan erscheinen. Meist schöner als in Farbe oder Schwarzweiß.

SnapShots – Kleine Besucher

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, warum es Spinnen gibt? Nur damit wir in Panik geraten? Nein, sicher nicht. Spinnen fangen Fliegen, und das ist gut so. Aber warum gibt es Fliegen? Keine Ahnung…

Bei Bienen ist die Antwort viel einfacher. Bienen gibt es, damit Sie Pflanzen bestäuben und diese dann Früchte entwickeln können. Die Früchte transportieren den Samen, die Pflanze kann sich fortpflanzen. Und wir bedienen uns dann auch, an den Früchten und auch am Honig.

Zwei seltsame Trents machen es aber den Bienen und den Früchten schwer:

Der eine Trend ist die zunehmende Züchtung von gefüllten Blütenständen; die Blütenblätter stehen ganz dicht bis in die Mitte der Blüte. Das soll schöner aussehen, macht es aber den Bienen unmöglich, an den Nektar zu kommen.

Der zweite Trent ist die auch zunehmende Züchtung von Früchten ohne Kerne. Beliebt sind hier vor allem die Weintrauben und die Mandarinen; weil wir Kerne in diesem Obst lästig finden. Dabei wird der Weintraube mit den Kernen auch Ihre Bestimmung genommen.

Ich kaufe kein Obst, das mit „kernlos“ beworben wird, und ich suche mir auch immer die krümmste Salat-Gurke aus. Tja, so hat jeder seinen Spleen….

Poesie der Rosen

Busch, Wilhelm (1832-1908)

Wem Mutter Natur
ein Gärtchen gibt und Rosen,
dem gibt sie auch
Raussen und Blattläuse,
damit er’s verlernt,
sich über Kleinigkeiten zu entrüsten.

Emerson, Ralph Waldo (1803-1882)

Wie geschickt verdeckt die Erde
jede Falte ihres unvorstellbar
hohen Alters unter Rosen.

Klaus Groth (1819-1899)

Rosengarten

Wi makt uns en Water, un dat ward de Dik,
Denn plant wi de Büscher, un dat ward de Knick,
Denn sett wi de Rosen, un dat ward de Garn,
En Port mit en Slött, un de Sloetel ward verlarn.

Denn bu’t wi en Hüschen – weet nümms wo dat steit,
Dar sitt wi un singt smuck – weet nümms wull dat deit;
De Vageln un Sünn kikt vun baben inn Garn:
De Port is so hoch, un de Sloetel verlarn.

Collins, Wilkie (1824-1889)

Wenn der Mensch
keine anderen Fähigkeiten
hätte,
außer Rosen zu ziehen,
so wäre er
dennoch vollkommen!

Emerson, Ralph Waldo (1803-1882)

Die Rose spricht alle Sprachen der Welt.

SnapShots – Sommerlaune

Nach dem Juni-Start in Weiß wird’s jetzt wieder bunt im Garten. Auch wenn man es vielleicht nicht wahr haben möchte, das Gartenjahr ist Ende Juni schon fast auf seinem Höhepunkt. Stauden und Rosen stehen jetzt in voller Blüte und verbreiten Sommerlaune.

Ich finde es jedes Jahr spannend zu sehen, welche Rose das Rennen macht und die erste Rosenblühte hervorbringt. Gewinner in diesem Jahr ist „Lolita“, eine gelb-orange blühende Edelrose mit intensivem Duft.

Der Rotdorn ist zwar schon verblüht, aber er hat mir besondere Freude bereitet. Im letzten Sommer hat ein Sturm einen meiner größten Bäume umgehauen und den halben Rotdorn mitgerissen. Er hat’s mir nicht übel genommen und wieder fantastisch geblüht. Nun weiß ich sogar, warum man im Sommer keine Bäume fällt; das ganze Laub ist nicht zu bewältigen…

Der Schnittlauch blüht auch. Wusstet Ihr, dass die Blüten herrlich nach Schnittlauch schmecken (auseinandergezupft) und ausgesprochen dekorativ auf Salat oder Quark sind?

Nicht nur das Gartenjahr nähert sich seinem Höhepunkt; in 2 Tagen haben wir Mittsommer, den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Ich will jetzt keine schlechte Stimmung verbreiten, aber ab nächster Woche werden die Tage wieder kürzer. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Garten-Center die ersten Herbstblüher im Angebot haben. Aber egal, erst mal werde ich Sommer genießen – mit allem was dazugehört (wenn er dann endlich kommt)!

Ein besonderes Foto

Rose_klein Dieses Foto ist in vielerlei Hinsicht besonders: es ist der erste Post in meinem Blog, es ist das erste Bild, dass ich mit meiner neuen Kamera gemacht habe, es wurde am 19. November aufgenommen und es zeigt schon mal eine meiner Leidenschaften, das Fotografieren von Rosen.

Der erste Post, ein Anfang ist gemacht. Wo die Reise auf diesem Blog tatsächlich hingeht, kann ich noch nicht genau sagen. Ich lasse mich da erst mal treiben. Irgendwie wird sich das entwickeln, hoffe ich. Gedanken und Ideen habe ich viele, die werden sich im Laufe der Zeit schon sortieren. Und vielleicht habe ich diesen Blog auch nur begonnen, um genau dieses zu erreichen; meinen Gedanken und Ideen etwas Struktur zu geben.

Meine neue Camara ist eine Fuji X20 Kleinbild. Diese Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht. Ich bin ein eingeschworener Nikon Fan, hatte schon mehrere Nikon Kleinbild und dann später eine richtig gute DIGI-Spiegelreflex mit großem Zoom. Dieses schöne Teil wurde mir leider geklaut. Mein erster Impuls war, so soll es sein, dann wird eben nicht mehr fotografiert. Aber ich kann es doch nicht lassen, nur sollte es jetzt auf neuen Wegen weitergehen. Daher keine Spiegelreflex mehr. Eher was handliches Kleines, was aber auch tolle Bilder macht. Und da bin ich auf diese kleine Fuji gestoßen. Das Retro-Design find ich schick, ob sie hält was sie verspricht wird sich zeigen.

Für mein erstes Fotomotiv habe ich mir nun diese Rose ausgesucht. Sie wächst bei mir im Garten, ist schon recht alt und blüht jedes Jahr mehrfach und üppig. Aber Ende November stand sie noch nie so in Blüte. Das Wetterjahr 2014 war schon besonders. Erst hatten wir so gut wie keinen Winter hier an der Küste, dann war das Frühjahr sehr warm und trocken, der Sommer bis auf zwei, drei Wochen im August wirklich schön und der Spätherbst ungewöhnlich mild. Das hat auch meine Rose bemerkt. Vor allem aber war es in 2014 bei uns hier oben fast immer schöner als im Rest der Republik. Und das ist wirklich selten und besonders!

Mit meinen Rosenfotos könnte ich diese Seite auf einen Schlag füllen, aber es soll ja kein FotoPost werden. Vielleicht werde ich das ein oder andere gelungene Bild hier mal zeigen. Generell bin ich noch am überlegen, wie ich meine 1000+ Rosenbilder präsentieren könnte, das gehört auch ins Thema “  Ideen sortieren“. Bis dahin träume ich weiter von meiner Foto-Vernissage, dem kleinen Laden mit eigenen Deko-Kreationen, meiner Holzwerkstatt für Strand- und Flohmarktfunde, dem ersten Buch und, ja auch, der Lodge in Namibia…