Was fürs Herz

Herbstzeit ist auch Erntezeit. Ich freue mich immer besonders auf die Zeit, wenn die Weißdorn-Beeren gepflückt werden können. Mit den Beeren des Weißdorns setze ich Schnaps an.

Aus der üppigen Blüte im Juni sind jetzt über ‘n Sommer herrlich rote Beeren gereift. Diese Beeren sind mindestens so dekorativ wie die schönen, weißen Blüten es waren. Und der Weißdorn kann noch mehr, er ist ausgesprochen gesund für das Herz.

Man kann aus Blüten, Blättern oder Beeren einen Tee herstellen oder die Beeren mit Alkohol zu Tropfen, Likör oder Schnaps verarbeiten.

Neben dem Weißdorn habe ich auch einen echten Rotdorn im Garten. Die rote Farbe und die gefüllten Blüten wurden extra gezüchtet. Anders als seine weißen Eltern bildet der Rotdorn nur sehr wenig Beeren aus. Er vermehrt sich auch nicht von selbst im Garten (hier haben wir es wieder, das Problem der gefüllten Blüten); kleine Weißdorn-Sprösslinge finde ich überall.

Meinen Weißdorn-Schnaps setze ich so an:

Weißdorn-Beeren pflücken, von den Stielchen befreien und waschen.

Dann kommen 10 Esslöffel Beeren und 70 g brauner Kandis auf einen Liter Wodka.
Den Ansatz gute sechs Wochen stehen lassen, ab und an mal durchschütteln und dann durch ein Sieb abseihen.

Der fertige Schnaps kann gerne noch ein Jahr in der Flasche reifen, am besten dunkel und kühl. Bei uns schafft er seine Reifezeit aber so gut wie nie; viel zu oft heißt es „Nehmen wir noch was fürs Herz?“.

Advertisements

SnapShots – Sommerlaune

Nach dem Juni-Start in Weiß wird’s jetzt wieder bunt im Garten. Auch wenn man es vielleicht nicht wahr haben möchte, das Gartenjahr ist Ende Juni schon fast auf seinem Höhepunkt. Stauden und Rosen stehen jetzt in voller Blüte und verbreiten Sommerlaune.

Ich finde es jedes Jahr spannend zu sehen, welche Rose das Rennen macht und die erste Rosenblühte hervorbringt. Gewinner in diesem Jahr ist „Lolita“, eine gelb-orange blühende Edelrose mit intensivem Duft.

Der Rotdorn ist zwar schon verblüht, aber er hat mir besondere Freude bereitet. Im letzten Sommer hat ein Sturm einen meiner größten Bäume umgehauen und den halben Rotdorn mitgerissen. Er hat’s mir nicht übel genommen und wieder fantastisch geblüht. Nun weiß ich sogar, warum man im Sommer keine Bäume fällt; das ganze Laub ist nicht zu bewältigen…

Der Schnittlauch blüht auch. Wusstet Ihr, dass die Blüten herrlich nach Schnittlauch schmecken (auseinandergezupft) und ausgesprochen dekorativ auf Salat oder Quark sind?

Nicht nur das Gartenjahr nähert sich seinem Höhepunkt; in 2 Tagen haben wir Mittsommer, den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Ich will jetzt keine schlechte Stimmung verbreiten, aber ab nächster Woche werden die Tage wieder kürzer. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Garten-Center die ersten Herbstblüher im Angebot haben. Aber egal, erst mal werde ich Sommer genießen – mit allem was dazugehört (wenn er dann endlich kommt)!