Rosen aus Friedrichstadt

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Frei nach dem Walzer-Schlagertext “Tulpen aus Amsterdam” veranstaltet das nordfriesische Holländer-Städtchen Friedrichstadt einmal im Jahr seine Rosentage. Denn die Rosen gehören zu Friedrichstadt wie die Tulpen zu Amsterdam.

Wer im Früh-Sommer durch die Gassen der Friedrichstädter Altstadt bummelt, findet vor zahlreichen Häusern duftende Rosen. Mal üppig und ausladend, mal dezent aus dem Grün hervorlugend, von Lavendel umrahmt oder auch mal grazil bis staksig auf einem langen, dünnen Stamm balancierend.

Die Rosenpracht umrahmt alte Türen und hölzerne Sprossenfensterrahmen, harmoniert mit antiken Schaufensterauslagen, leuchtet an weißen Wänden, ziert sogar das Grau der Vernachlässigung.

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Mit dem „Friedrichstädter Rosenzauber“, so heisst das Fest offiziell,  wird aber nicht nur die allgegenwärtige Königin der Blumen geehrt, es findet auch ein großer Rosen- und Gartenmarkt unter den Bäumen des Marktplatzes statt.

Hier können Rosenliebhaber mit renommierten Züchtern fachsimpeln, sich an historischen Rosen, Strauch- und Beetrosen, Kletterrosen oder Rampler erfreuen und natürlich auch das ein oder andere Schätzchen mit nach Hause nehmen.

Und nicht nur der florale Vergleich erinnert an die holländische Metropole an der Amstel. Niederländische Treppengiebelhäuser und Grachten prägen das Stadtbild der idyllischen Kleinstadt hier bei uns im Norden. So kam  Friedrichstadt zu seinem liebevollen Beinamen „Klein Amsterdam“.

Die schmucken Giebelhäuser wurden von eingewanderten Holländen gebaut, die Grachten sind der geographischen Lage des Ortes und den Holländen geschuldet.

Friedrichstadt liegt in der Eider-Treene-Niederung, an der Mündung der Treene in die Eider. Um dort siedeln zu können, musste das Wasser gebändigt werden. Das erledigten die holländischen Gründungsväter so, wie Holländer es eben tun. Sie bauten Grachten.

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Es entstand ein kleines Juwel mit nunmehr 375jähiger Vergangenheit, das nicht nur zu den Rosentagen einen Besuch wert ist. Historische Hausfassaden und verträumte Winkel, gemütliche Cafés und Restaurants, kleine, liebevoll geführte Läden eingerahmt von Rosen und Grachten – eine bezaubernde Puppenhauskulisse. Amsterdam „en miniature“.

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Wer Lust und etwas Mut hat, kann sich auf den Grachten im Stand-Up Paddling probieren (bei Stefanie gibt es einen SUP Einführungskurs), weniger Mutige erkunden die Treene-Kanäle im Tretboot oder bei einer Grachtenfahrt.

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Ganz wie in Amsterdam.

Die Friedrichstädter Rosentage finden immer am ersten Wochenende im Juli statt.