Watt & Meer Blog-Kalender – November 2019

November, der graue Nebelmonat. Der Monat der Schwermut, der dunklen, kurzen Tage, kalt, windig und trüb. Man mag ihn nicht, den November. Der Herbst ist vorbei, die Weihnachtszeit hat noch nicht angefangen. Dabei kann man dem November durchaus etwas Positives abgewinnen.

In den letzten Jahren habe ich schon öfter seine schönen Seiten einfangen können. In der Novemberglück-Blogparade immer noch bunt und beim Sundown zur Kaffeezeit oder auf dem Weg von Nordstrand nach Südfall.

November

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Sonnenaufgang am Großen Segeberger See

Und auch der Sonnenaufgang am Großen Segeberger See hat an einem nebligen Novembertag seinen ganz besonderen Charme.

 

Den Wald entdeckt – für Ruhe und Geborgenheit

Ist es Euch aufgefallen? Es ist ruhig geworden auf meinem Blog. Das hat verschiedene Gründe. Es gibt so Zeiten im Leben, in denen man seinen Aufgaben hinterher hetzt und das Wesentliche aus den Augen verliert.

In denen man um seine Befindlichkeiten kreist und trotzdem nicht sieht, was falsch läuft. Zeiten, in denen man Ruhe braucht, sie aber nicht finden kann. Den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Da hilft nur eine echte Auszeit, da braucht es mehr als einen Spaziergang am Meer. Und so eine Auszeit habe ich mir gegönnt. Ich habe „gekurt“. In Bad Segeberg. Das hört sich jetzt erstmal nicht besonders spektakulär an.

Was gibt es schon in Bad Segeberg? Vor allem den Großen Segeberger See, der wunderschön von Wald umgeben ist. Ein Landschaft, so ganz anders als die Weite, die ich von der Nordsee kenne.

Bei meinen vielen Spaziergängen am See habe ich immer wieder darüber nachgedacht, warum mir der Wald so gut tut.

Jetzt las ich bei Maren auf Ihrem Blog „Von Orten und Menschen“, der mich schon öfter erhellend inspirierte, Ihre Liebeserklärung an den Wald, und plötzlich wusste ich es.

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Ohne weiter nachzudenken schrieb sich mein Kommentar bei Maren wie von selbst:

„Auch ich habe gerade den herbstlichen Wald für mich entdeckt. So wie Strand und Meer mir die Sinne öffnen und mich Freiheit atmen lassen, so nimmt der Wald mich mit in meine Seele und spendet Ruhe und Geborgenheit.“

Wow, da stand es nun, ich war selbst überrascht.

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Habt Ihr schon mal einen Baum berührt, eure Hände an seinen Stamm gelegt und die raue Rinde gespürt? Dabei hoch in seine Krone geschaut und die Kraft, Erhabenheit und Beständigkeit, die von so einem alten, schlanken Riesen ausgeht, gefühlt?

Es war, als würde etwas von seiner Energie in mich übergehen. Eine tiefe Dankbarkeit durchströmte mich.

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Wald erdet. Er lässt Deine Gedanken nicht fliegen, so wie das Meere, er führt Dich zu Dir selbst und zeigt Dir auf sehr eindrucksvolle Weise, was wirklich wichtig ist.

Das hohe, schützende Dach der Baumkronen gibt den Mut, über Dinge nachzudenken, die man im fordernden Alltag lieber beiseite schiebt.

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Die ganz eigene Stille eines Waldweges, das leise Rascheln von Laub und das sanfte Plätschern des Sees, gibt die innere Ruhe für bedachtes, wohlwollendes Betrachten der eigenen Gedanken.

Nirgendwo kann man besser Frieden schliessen mit seinen Sorgen und Ängsten als allein auf einem einsamen Waldweg. Was bleibt ist wieder dieses Gefühl der Dankbarkeit. Dankbarkeit für jedes kleine und grosse Glück, für das Wunder der Natur und des Lebens.

Aus dieser Dankbarkeit schöpft man Kraft, aus diesem Empfinden schöpfe ich Kraft. Zurück im „richtigen“ Leben habe ich mir fest vorgenommen, öfter mal in den Wald zu gehen.

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Nicht ganz einfach, wenn man in Dithmarschen wohnt, dem wohl wald-ärmsten Kreis des wald-ärmsten Bundeslandes. Wer hat einen Tipp für mich?

Watt & Meer Blog-Kalender – Oktober 2019

Im Wald zeigt sich der Herbst von einer besonders schönen Seite. Buntes Herbstlaub leuchtet in der Sonne, auf den Wegen rascheln die schon heruntergefallenen Blätter bei jedem Schritt, die feuchte Luft riecht erdig und ein wenig nach Pilzen.

Die tief stehende Sonne wirft lange, helle Strahlen durch die fast kahlen Äste.

Oktober

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Waldweg – Grosser Segeberger See

Auch wenn unser Oktober recht trüb, nass und windig startete, jetzt auf den letzten Metern zeigte er sich von seiner goldenen Seite. Es gibt kaum eine schönere Jahreszeit für einen ausgiebigen Spaziergang im Wald am See.

Watt & Meer Blog-Kalender – September 2019

Upps, wo ist der September geblieben? Ich glaube, so einen davoneilenden Monat hatte ich noch nie.  Bevor ich dazu komme, den zweiten Teil meines Ostsee-Urlaubs zu posten, ist das Kalenderbild schon wieder dran.

Und für den Kalender geht es erst mal nicht an die Ostsee sondern an den Strand von St. Peter Ording.

September

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Reiter mit Hund am Strand von St. Peter Ording

In St. Peter am Strand kann man bei Ebbe nicht nur wunderbar laufen, auch Reiter, Pferd und Hund geniessen die Weite.

Farblich fein auf einander abgestimmt.

 

Watt & Meer Blog-Kalender – August 2019

Was fällt Euch ganz spontan zu August ein? Sommer, Sonne, Sonnenblumen? Vielleicht auch lachende Kinder am See, am Strand, beim Baden. Sommerferien.

Vielleicht auch Sommergewitter?

Die habe ich besonders aus meiner Kindheit in Erinnerung. Heiße, drückende Sommertage, dann aufziehende Wolkenberge, erst leises Grummeln, noch ganz weit weg. Windstille und plötzlich auffrischender, kalter Wind, erste dicke Regentropfen; dann eine prasselnde Regenwand – Blitz und Donner ganz nah.

 

August 2019

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Sommergewitter am Ostsee-Strand

Nach dem Regen kehrt die Sonne zurück. Die Erde dampft, die Luft ist herrlich kühl und frisch.

So war es auch in diesem August.

 

 

Fördesteig, die Vierte – von Norgaardholz bis Gelting Mole

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Wetter kann man sich ja bekanntlich nicht aussuchen, den Urlaub schon eher, aber meist nicht so punktgenau, dass die freie Zeit auf Sonne trifft. Wenn man dann noch Ferienwohnungen betreut, dann wir das Sonnen-Fenster noch kleiner.

Ende Juli trafen 4 Urlaubstage auf keinen Bettenwechsel und ich buchte mehr oder weniger spontan ein Hotel an der Ostsee, um einen weiteres Stück des Fördesteigs (hier die ersten Etappen) zu erkunden.

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Absolute Alleinlage mit direktem Osstseeblick von der Zimmer-Dachterasse (ich liebe Dachterassen!!) aus. Ein Traum mit sonnigen Abschnitten. Aber auch Gewitterschauern und dunklem Himmel.

Aber Stefanie von Indernaehebleiben schrieb mal über den norddeutschen Sommer, dass ein Sommerregen dazu gehört. Also, beste Voraussetzungen.

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Mein Hotel lag in Steinberg Haff, so ungefähr mittig in dem Fördesteig-Abschnitt Norgaardholz bis Gelting Mole. Eine Ostsseeregion, die vom Tourismus ein wenig vergessen wurde. So traf ich auf herrlich leere Strände.

Aber auch auf fehlende Infrastruktur zum Beispiel in Form einer Buslinie, die mich nach einer Wanderung am Strand wieder zurück zu meinem Ausgangspunkt hätte bringen können. So bin ich eben alle Teilstücke zweimal gelaufen.

Man nennt es wohl Naturstrand, was die Ostsee hier bietet. Viele Steine und wenig Sand, nicht wirklich einladend zum Baden, aber wunderbar zum Laufen.

Mal gesäumt von großen Bäumen, die direkt am Wasser wachsen oder tief über den Strand hängen und Schatten (oder auch Schutz vor Regen) spenden.

Die Steine hatten es mir besonder angetan. Als Strandläufer und Sammler gab es viel zu schauen, suchen und finden. Stundenlang kann ich mich dabei verlieren. So stelle ich mir Meditation vor (die ich noch nie wirklich bewusst hinbekommen habe).

Die Gedanken sind ganz im hier und jetzt, immer mal wieder kurz durch die Freude über den nächsten schönen Lochstein (Hühnergott) oder Flint-Stein unterbrochen. Die Ostseeküste dort oben ist ein Paradies für Sammler.

Und wenn die Taschen anfangen schwer zu werden, dann geniesst man den Blick übers dunkle Wasser, zu den Möwen und den dümpelnden kleinen Booten, die zahlreich in knietiefen Wasser an den Bojen liegen.

Hach, muss das schön sein, jetzt so ein Schiffchen sei eigen nennen zu dürfen und auf die See hinaus zu steuern. Ja, auch Zeit zum Träumen findet man an einem einsamen Ostseestrand.

Vom Steinberghaff nach links verläuft der Fördesteig bis kurz vor Haberniss direkt am Strand. Selbst bei sonnigen Abschnitten läuft man hier fast allein. In Norgaardholz erste und einzige Spur von Tourismus: eine „Seebrücke“ aus Baugerüsten. Nicht besonders schön, aber zweckmäßig.

Hier hat der DLRG seine Station, unterhält ein sogenanntes „Strandbad“, das man kostenfrei nutzen kann. Ein Haufen kleiner Knirpse sollte gerade unter Anleitung das Schwimmen lernen. Gleich in die Ostsee, das fand ich mutig.

Von Steinberghaff nach rechts schwingt sich der Fördesteig immer mal wieder kurz ins Hinterland um einen unzugänglichen Strandabschnitt oder die Mündung eines Baches zu umgehen. Klar, man kann auch versuchen über den Rinnsal hinweg zu springen. Weil man es ja besser weiß und auf kein Fall zurücklaufen mag.

Dann holt man sich eben nasse Füsse, Socken und Schuhe, denn die gegenüberliegende Seite ist butterweicher Schlick. Naja, auch das ist nicht so schlimm im Sommer und auf dem Rückweg ist man schlauer.

Etappenziel ist Gelting Mole, einer der zahlreichen Jachthäfen an Förde und Ostsee. Und hier darf wieder geträumt werden. Von Segeln im Wind, von Wellen und schwankenden Bootsplanken, unbekannten Ufern und der ganz großen Freiheit.

Jeder Jachthafen zieht mich in seinen Bann, lässt vergangene Segeltörns an mir vorüberziehen und weckt so eine Sehnsucht, die wohl nur der versteht, der auch schon mal unter Segeln auf dem Meer unterwegs war.

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Abends habe ich den weiteren Verlauf des Fördesteig Richtung Geltinger Bucht per Auto erkundet und Wackerballig (was für ein Name!) als perfekten Startpunkt für die nächste Etappe ins Auge gefasst.

Davon aber später mehr.

Deichsanierung – Brüten trotz Baggern

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Im Wesselburenerkoog wird der Deich saniert. Der Süd-Deich am Eidersperrwerk. Notwendig geworden ist diese Maßnahme, da immer mehr Risse in der alten Asphaltdecke auftraten und es auch bereits zu Unterspülungen kam.

„Oh-je, was machen dann die Lachmöwen und Seeschwalben, die jedes Jahr am Sperrwerk brüten?“, war mein erster Gedanke, als ich erstmals von dem Projekt hörte.

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Aber Küstenschutz hat oberste Priorität, das ist auch mir klar. Schließlich wohne ich (und andere) kurz hinterm Deich. Für einen sicheren Deich kann man nicht viel Rücksicht auf geschützte Vögel nehmen, dachte ich, auch wenn’s mir irgendwie Leid tat.

Das sehr wohl Rücksicht genommen wird, erklärte uns, einer kleinen Gruppe interessierter Köger und Urlauber, der Bauleiter Herr Bohnewald bei einer Baustellenbesichtigung.

Und das ist eine durchaus spannende Geschichte.

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Schon im Planungsvorfeld wurde die Stress-Toleranz der brütenden Vögel getestet. Man hat tatsächlich schweres Gerät eigens für solche Untersuchungen auf den Deich gebracht.

Bei ca. 150 Metern fühlten sich die Vögel gestört und flogen auf. In diesem Streifen, direkt am Sperrwerk, durfte in den Brutzeit nicht gearbeitet werden.

Darüber hinaus hat man auf der Nordmole mit Aufschüttungen von Steinen und Sand und einer entsprechenden Absperrung ein Ausweichgebiet für die Vögel geschaffen. Das Ergebnis ist bemerkenswert. In den Jahren zuvor wurden so um die 300 Totvögel gezählt, in dieser Saison nur 34.

Ob das nun auf die zusätzlichen Absperrungen am Sperrwerk (es gab immer wieder Besucher, die die Brutkolonie absichtlich aufschreckten) oder durch die generell enspanntere Situation durch mehr Fläche (das Ausweichgebiet wurde gut angenommen) zurückzuführen ist, ist noch nicht geklärt.

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Und es gab auch viele unerschrockene Vögel, die auf Baggern, den Baucontainern oder Schotterbergen ihre Nester anlegten, erzählte uns der Bauleiter schmunzelnd.

Um diese Wagemutigen kümmerte sich ein eigens für das Projekt angestellter Naturschutzexperte vom NABU. Und so ein Möwengelege kann sogar ein paar Stunden un-bebrütetet bleiben, das macht den Eiern nichts.

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Die gesamte Sanierung des Deiches verläuft in Abschnitten. Vom erstmal ausgenommenen Schutzstreifen ausgehen wurde zunächst die alte Decke abgetragen, dann neues Material aufgebracht.

Der Deich wird nur 30 cm höher aber auf der Deichkrone deutlich breiter (4 Meter – als Ausbaureserve) und am Fuß flacher. „Klimadeich“ nennt man dieses neue Profil.

Es werden Kantensteine für die einzelnen Profilsektionen gesetzt, Fließ ausgerollt, seeseitig eine steinerne Deckschicht geschüttet und landseitig offenporiger Mastix-Asphalt aufgebracht.

Der Mastix-Asphalt  ist deutlich unebener als die vorherige Strassenasphaltdecke. Man rechnet damit, dass sich dort Sand einlagert und später Wildkräuter ansiedeln werden. Er also nicht mehr so schwarz sonder eher grün oder braun, je nach Jahreszeit, aussehen wird.

Und jetzt, nach Ende der Brutzeit (man liegt gut im Zeitplan, die seeseitige Deichbefestigung muss vor Beginn der Sturmflutzeit im Herbst fertig sein) stellen die Seevögel die Bauplanung vor eine neue Herausforderung.

Alle Arbeitsschritte müssen jetzt noch im Schutzstreifen vorgenommen werden (Abtrag und Auftrag) und das, ohne den neuen Deich zu befahren. Und ohne die Straße durch das Sperrwerk in der Urlaubszeit komplett zu sperren. Herr Bohnewald verriet uns wieder schmunzelnd, dass man an dem Plan noch feilt.

Die Stein-Deckschicht seeseitig soll im mittleren Bereich nur zu 60% verschlemmt werden, der Deich insgesamt offenporiger werden, um eindringendes Wasser auch wieder ausdringen zu lassen.

Man rechnet damit, dass die Seevögel auch in diesen Bereich, zumal er nicht mehr so ohne weiteres begehbar sein wird, zum Brüten nutzen werden.

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Und genau hier wird die nächste Herausforderung liegen. Damit die kleinen Küken nicht in die verbleibenden Spalten fallen können, ist es vorgesehen, diesen Bereich jedes Jahr (!) vor der Brutsaison dicht zu streuen. Womit und wie weit ist auch noch nicht klar.

Klar ist aber, dass auf die brütenden Seeschwalben und Lachmöwenkolonien sehr viel Rücksicht genommen wird. Ich finde es großartig, wie man hier Naturschutz und notwendige Baumaßnahmen in Einklang bringt.

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Als einziger Wermutstropfen bleibt für mich, dass man bei Flut von der Deichkrone aus den Meeressaum unten an der Steinschüttung nicht mehr direkt sehen können wird und wohl auch kein Treibgut mehr gesammelt werden kann.

Aber irgendwas ist ja immer.

Watt & Meer Blog-Kalender – Juli 2019

Endlich Sommer! Und was für einer! Hitzewelle mit Rekordtemperaturen. Gestern Sondersendung: ARD Brennpunkt zur Hitzewelle. Ja, ihr lieben Medien-Leute: so geht Sommer.
Und ist Euch aufgefallen, was jetzt neben Eis und Selter ebenfalls Hochkonjunktur hat?

 

Juli 2019

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Genau, die Strandmuschel. Überall am Strand, am Badesee, im Schwimmbad sieht man die bunten, sich im Wind blähenden Sommerburgen aus Polyester. Mir scheint’s fast wie die mobile Version des Standkorbes.

Ich besitze übrigens keine Strandmuschel. Ich liebe den Sand, den Wind und die Sonne. So geht Sommer!

Geht Ihr auch lieber ohne Standmuschel an’s Wasser?

Viel Wind am Strand von St. Peter Ording

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Unser Sommerwetter hier oben im Norden ist in diesem Jahr sehr speziell. Erst beutelt uns drückende Hitze ohne auch nur einen Hauch von Luftbewegung und nun ist das Thermometer um ganz 15 Grad gefallen und der Wind pustet wieder ordentlich.

Für den Gartenstuhl oder die Liege eindeutig zu ungemütlich, aber am Strand macht Wind richtig Spaß!

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Strand ohne Wind kann ich mir nicht vorstellen. Zu Wasser, Sand und Wellen gehört für mich auch immer eine ordentliche Portion Wind. Herrlich wie er durch die Haare zaust und die Haut streichelt. Also los, der Wind ist günstig.

Diesmal wollte ich in St. Peter Nord die Strandüberfahrt nutzen, um dort ein Stündchen am Wasser zu Laufen. Aber gleich auf den ersten Metern wurde mir die kräftige Brise zum Verhängnis.

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Der Wind hatte den feinen Mullersand zu kleinen Sandwehen aufgehäuft. In denen bin ich mit dem Auto stecken geblieben. Es ging nicht vor und nicht zurück. Es ging nur tiefer.

Oh man, so ein Mist. Da bleibt einem nur aussteigen und ratlos schauen. Das hat glücklicherweise geklappt.

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Ein paar junge Leute waren so nett und haben mich aus der Wanderdüne geschoben, zurück auf festen Boden. Super, danke nochmal. Und ich muss es ja sicher nicht erwähnen, dass ich keinen zweiten Anlauf genommen habe!

Man kann auch laufen, bis zum Wasser. Ich war ja sowieso zum Laufen hergekommen.

Viel Wind am Strand von St. Peter lockt auch regelmässig die Keitsurfer an. Am Nordstrand wimmelte es nur so von bunten Schirmen, die durch die Luft jagten.

Man wundert sich, dass sie nicht miteinander kollidieren, aber die Jungs (und Mädels natürlich) haben das im Griff.

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Ein paarmal schoss ein dunkler Schatten direkt über mich hinweg. Mein erschrockener Blick nach oben gab allerdings jedesmal Entwarnung.

Wie gesagt, die Jungs haben das im Griff.

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Der Wind am Strand ist ein wahres Multitalent. Er baut sogar Strandburgen. Ihr kennt sie sicher, die geliebten, aber auch gehassten Wälle, die sich einige Urlauber um Ihren Strandkorb schaufeln. Ganz nach dem Motto: My home is my castle.

In St. Peter braucht man nicht zu schippen, da wird die Burg vom Wind gebaut.

Auf dem Rückweg, an der Überfahrt, musste ich mir neidvoll eingestehen, dass alle anderen motorisierten Strandbesucher deutlich geschickter durch die Sandspuren manövrierten als ich.

Mit viel Schwung und immer schön in der Spur bleiben. Es sah ganz einfach aus.

Nein, nicht alle. Einer brauchte auch Hilfe, saß auch fest. Ich gebe zu, irgendwie hat’s mich gefreut zu sehen, dass ich nicht allein so ungeschickt war.

Aber auch dieser Pechvogel bekam sofort Hilfe und ich zum Schluss sogar ein dokumentierendes Foto.

 

WordPress hat auch noch einen Kommentar zu diesem Post:

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Wow, wer hätte das gedacht, als ich im November 2014 diesen Blog startete? Und mein Speicher ist jetzt bei 84% – so langsam muss ich mir was einfallen lassen…

Watt & Meer Blog-Kalender – Juni 2019

Es ist Sommer! Wir haben schon wieder die ersten Temperaturrekorde gebrochen. Der 26. war der heißeste Juni-Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Bei uns an der Küste stieg das Thermometer auf hochsommerliche 33 Grad, in Berlin zum Beispiel kletterte die Quecksilbersäule auf glühende 37,5 Grad. Da sucht man Schatten und Abkühlung.

Beneidenswert, wer die Zeit und Gelegenheit hat, solch einen tropischen Tag in einem Strandkorb am Wasser zu verbringen.

Juni

June
Badestrand Schweriner See

Mein Juni Kalender-Bild stammt aus dem Archiv, aufgenommen 2008 am Schweriner See. Ich finde, es passt ganz ausgezeichnet zu diesen sommerlichen Juni-Tagen.

Und wer sich schon länger fragt, was ist eigentlich aus meinem Laden „FarbFrisch“ geworden, der kann hier mal schauen: KLICK.