Fast wie Urlaub in Frankreich

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Wir stellen uns jetzt mal vor, wir sind in Frankeich im Urlaub (und nicht auf Dienstreise). Es ist ein herrlich warmer Mittwochabend, ein paar Schleierwolken durchziehen den sonst blauen Abendhimmel, die Temperatur liegt bei angenehmen 22 Grad, ein leichter Wind weht.

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Vor uns liegt ein kleines, weißes Hausboot mit roten Fensterläden an der Pier im Hafen von Nantes (und kein großer, futuristisch wirkender, gläserner Ausflugsdampfer).

Wir werden die nächsten zwei Wochen mit diesem schnuckeligen Boot die Schlösser der Loire und der Erdre erkunden (und nicht mit zahllosen anderen Touristen einen Törn unternehmen, der kaum länger als das Abendessen dauert).

Nach dem Ablegen machen wir es uns auf dem Vordeck gemütlich (und nicht an langen Tischen im vollklimatisierten Bordrestaurant).

Wir breiten eine Decke auf den warmen Holzplanken aus und freuen uns auf unser französisches Picknick mit Wein, Käse und Baguette (zugegeben, grüner Spargel, Fisch und Mango-Creme sind auch in Ordnung).

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Leise gleitet unser Boot die Erdre entlang. Prächtige Herrenhäuser ziehen an uns vorbei, ein paar Kormorane fliegen mit uns, landen in der Bugwelle und tauchen nach Fisch.

Die Sonne versinkt langsam hinter den Bäumen und lässt die Wasseroberfläche leicht glitzern. Unsere Gedanken  verlieren sich in den seichten Wellen (und wir reden nicht über den Job).

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Nach Einbruch der Dunkelheit legen wir an einen wettergegerbten Holzsteg, der von tief hängenden Bäumen halb überwuchert ist, an (und nicht wieder im Hafen von Nantes).

Dort werden wir noch eine Weile die Stille und das leise Plätschern des Flusses genießen (und nicht durch die lauten Straßen der Stadt zurück ins Hotel laufen) um uns anschließend in unseren Kojen sanft in den Schlaf wiegen zu lassen (und nicht schlaflos im Hotelbett zu liegen).

Mit ein wenig Fantasie lässt sich jedem Trip eine schöne Seite abgewinnen und wenn ich mir jetzt die Bilder so anschaue, glaube ich es beinahe selbst: es war fast wie Urlaub in Frankreich.

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Watt & Meer Blog-Kalender – Mai 2019

Wie erging es Euch mit dem Mai? Mir ist der Mai geradezu weggeflogen. Kam angefangen, ist er schon wieder so gut wie vorbei. Die Natur ist explodiert, obwohl es etwas zu trocken und teilweise zu kalt war.

Mein Garten hat mich, wie jedes Jahr im Mai, gefordert und es blieb nicht viel Freizeit, um auf Fotomotiv-Suche zu gehen. So gibt es für den Mai ein Archivbild:

Mai

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Am Deich, Wesselburenerkoog

Endlich wieder frisches, sattes Grün, milde Temperaturen, blauer Himmel und imposante Wolkenberge. Die Schafe am Deich genießen es – wie jedes Jahr im Mai.

St. Peter Ordings Westküstenpark – die Störche lieben ihn

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Noch ein Frühlingsthema: die Störche sind wieder da, haben sich auf ihren Horsten niedergelassen, Eier gelegt, gebrütet und die ersten Jungstörche sind auch schon geschlüpft.

Eine der größten freilebenden Storchenkolonie gibt es im Westküstenpark in St. Peter Ording. Bis zu 40 Paare finden sich dort ein.

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Grundsätzlich bin ich ja nicht (mehr) so der Freund von Tierparks oder Zooanlagen. Ich finde mittlerweile, dass Tiere in ihrer natürlichen Umgebung belassen werden sollten. Aber es gibt natürlich auch jede Menge Argumente für artgerecht geführte Tierparks.

Tiere im Tierpark können durchaus als Botschafter ihrer bedrohten Art gesehen werden und zu ihrer Erhaltung beitragen. Das es nirgendwo leichter ist, wilde Tiere vor die Kamera zu bekommen, ist ein durchaus attraktiver Nebeneffekt.

Bedenken hin oder her, ich bin letztes Jahr Anfang August auf „Fotosafari“ gegangen.

Viele der Storchenpaare kommen zum Brüten in den Westküstenpark. Der Nachwuchs muss fast drei Monate umsorgt werden, bis er ohne seine Eltern zurechtkommt. Die Jungvögel werden im Park beringt und fliegen Ende August/Anfang September Richtung Süden in ihre Winterquartiere.

Rund ein Dutzend Paare aus ganz Schleswig-Holstein überwintern sogar im Park.

Was wiederum die Störche an dem Park so attraktiv finden, liegt auf der Hand, oder besser, in den Holzboxen. Dort werden 2 x täglich Eimer voller „Storchenfutter“ hineingestellt.

Der hungrige Storch muss also nicht über Wiesen und um Tümpel staksten, um sich seine Nahrung aufwendig zu sammeln. Er bedient sich ganz bequem am Büffet.

Und auch hier bin ich mir nicht sicher, wie ich das finden soll. Lernen die Jungstörche sich selbst zu versorgen? Oder verlernen die Alttiere es vielleicht sogar?

Aber es ist auch eine Tatsache, dass Störche in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gegenden und der damit verbundenen Trockenlegung von Feuchtgebieten, kaum noch Nahrung finden und schon seit Jahrzehnten weniger werden. Wie so viele andere Tierarten ist auch der Storch auf die Mithilfe des Menschen angewiesen.

Es brüten zurzeit 280 Paare in ganz Schleswig Holstein, 2005 lag der niedrigste Stand bei 170 Horstpaaren und vor 50 Jahren waren es noch 580 Paare (Quelle). Der Bestand erholt sich glücklicherweise.

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Noch recht flauschig schaut dieser Jungstorch in die Welt, der Schnabel hat schon seine typische rote Färbung und er ist wohlgenährt.

Und vielleicht ist er ja in diesem Jahr wohlbehalten nach St. Peter Ording zurückgekehrt?

Snapshots – Weiße Blütenpracht

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Blühende Obstbäume sind für mich die Frühlingsboten schlechthin. Wenn dann noch die weiß leuchtenden Blüten auf blauen Himmel treffen, kann ich mich an der Pracht kaum satt sehen.

Ein alter, knorriger Birnbaum steht in meinem Garten. Er muss wohl so an die 100 Jahre alt sein und wurde anscheinend noch nie in seinem Baumleben zurückgeschnitten.

Er überragt das Haus um einiges, die Birnen hängen in einer Höhe, aus der sie schon lange nicht mehr geerntet werden können.

Und doch liebe ich diesen Baum, der schon Wachholderdrosseln zum Nestbau diente und dessen Birnen (als überreifes Fallobst) nur die Drosseln, Bienen und Schmetterlinge erfreuen.

Früher gab es noch Diskussionen: „Diese Matschbirnen und sollten wir ihn nicht mal Fällen?“ Ich bringe es aber nicht übers Herz und jedes Jahr bedankt er sich mit seiner weißen Blütenpracht.

Ach ja, und eines der Bilder passt nicht zu den anderen – aber als Ratespiel ist das wohl doch zu einfach…

 

Watt & Meer Blog-Kalender – April 2019

April, April, der macht was er will – sagt man ja so. Und was soll ich sagen? Ich kann mich nicht entscheiden, welches April-Bild ich für meinen Kalender nehmen soll. Also, lasse ich Euch entscheiden. Wir haben zur Auswahl:

April

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A – Wetterkapriolen am Strand von St. Peter Ording
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B – Obstblüte
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C – Tulpen-Pracht

Nun seid Ihr dran: Welches Bild findet Ihr am schönsten für den Monat April:
A, B, oder C?

Ich bin gespannt!

 

10. Mai: Es ist entschieden! Die Wetterkapriolen am Strand von St. Peter Ording und die Obstblüte lieferten sich zunächst ein Kopf an Kopf Rennen, aber dann zog der Strand von St. Peter Ording uneinholbar vorbei.

Das Kalenderbild April werden die Wetterkapriolen am Strand von St. Peter Ording.

Allen Teilnehmern ganz lieben Dank!!

Zwischen zwei Schneeschauern – Sonne tanken in SPO

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Der April macht seinem Motto alle Ehre in diesem Jahr, denn er macht, was er will. Und er will viel, er will alles. Schnee und Frost, Sonne, Wind und Wolken. Der Wettermonat lässt in diesem Jahr aber auch nichts aus.

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Wer ein wenig Sonne tanken mochte, zum Beispiel in Stankt Peter am Strand – genauer gesagt war ich bei der letzten Strandüberfahrt – der muss spontan und optimistisch sein. Mit Schneeflocken bin ich losgefahren und wurde mit herrlichem Sonnenschein und einer glitzernden Nordsee belohnt.

So ein kleines Sonnefenster hat den Vorteil, dass sich noch nicht so viele Besucher am Strand tummeln und man die Weite weitestgehend für sich allein hat. Und trotz bedrohlich dunkler Wolkenfetzen am Horizont blieb ich trocken.

Im Frühjahr sauge ich Sonne wie ein ausgetrockneter Schwamm. Nichts wärmt so wie die ersten Sonnenstrahlen, lässt den immer noch eisigen Ostwind vergessen. Beschwingt laufe ich mir die Winterträgheit aus den Knochen. Jeder Schitt, jeder Atemzug macht glücklich.

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Auf der Heimfahrt fiel tatsächlich wieder etwas Schnee. Aber die Wetterexperten haben uns versprochen, dass nun Geschichte ist mit Winter und wir uns auf ein warmes, sonniges Ostern freuen dürfen.

Also dann, sonnige Ostern und fahrt auch mal ans Wasser!

 

 

Watt & Meer Blog-Kalender – März 2019

Der März steht für Frühling, für erstes Grün, erste zweistellige Temperaturen, Vogelzwitschern,  Krokus-Bunt und leuchtende Osterglocken in den Gärten.

Und auch auf unseren Deichen sind die Frühlingsboten zu beobachten.

März

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Lamm am Deich – Katinger Watt

Die Lämmer sind zur Zeit die Attraktion auf unseren Wiesen und Deichen hier oben an der Westküste. Nicht selten unterbrechen Gäste ihren Frühlings-Ausflug spontan, halten an und dann hört man das verzückte „Schau, wie süss!“. Und das sind sie auch!

 

Wie geht es Paulchen?

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Keine Nachrichten sind ja oft gute Nachrichten und genauso verhält es sich bei Paulchen. Meinem kleinen Katerchen geht es prima, wobei „klein“ und „Katerchen“ nicht ganz treffend ist.

Das kleine, süße Kätzchen mit den herzerweichenden Augen hat sich zu einem gewichtigen Prachtkerl entwickelt. Aber süss ist er immer noch, den herzerweichenden Blick hat er nicht verlernt.

„Ich hatte auch mal einen übergewichtigen Kater“, sagte gerade letztens jemand zu mir. So, so, „übergewichtig“ findet man dich. Aber zugegeben, etwas verfressen ist Paulchen schon. Dabei bekommt er bei mir nicht wirklich zu viel, er ernährt sich weitgehend selbst.

Denn Paulchen ist ein großer Jäger, der, ganz Kater-untypisch, sich seine tägliche Maus selbst sucht und sie auch frisst! Vielleicht sind es manchmal sogar zwei oder drei?

Wenn er gerade nicht auf Jagd ist, ist Paulchen aber ganz schrecklich lieb. So lieb, als würde ihn kein Wässerchen trüben können. Mit Paulchen kann ich raufen, ohne das er auch nur eine Kralle ausfährt (eine ganz neue Erfahrung für mich…) und wenn er „beißt“, dann ist das nur ein zärtliches Knubbeln.

Paulchen ist sehr zahm geworden. Und total verschmust.

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„Schnurrrrr…“

Paulchen trieb sich als kleines, wildes und sehr hungriges Kätzchen mit seinen zwei Geschwistern vor unserer Tür herum. Er ließ sich füttern, klar, in gebührendem Abstand, aber sobald das Schälchen leer war, war er wieder weg. Wild geborene Katzenkinder zu „sozialisieren“ und an den Menschen gewöhnen ist ein langwieriger Prozess.

Am Anfang glaubt man nicht, dass es gelingen wird, aber mit Geduld und Liebe kann man so einiges schaffen.

Erst darf man streicheln, schon ein Erfolg. Dann habe ich ihn langsam an das Hochheben herangeführt. Nur ganz kurz vom Boden. Er hat sofort panisch gestrampelt. Dann immer ein Stückchen höher. Bis er auf dem Schoss saß; bis er auch auf dem Schoss sitzen blieb!

Und eines Tages sprang er von selbst auf meinen Schoß. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie einem da das Herz aufgeht!

Und ich glaube, er vermisst seine Geschwister Finny und Lotta (die leider auf unserer Strasse bleiben mussten) nicht mehr. Paulchen ist bei uns angekommen.

Jetzt, nach mehr als 2 Jahren, schläft er bei mir auf der Bettkante, neben mir auf dem Sofa, auf der Fensterbank im Büro. Vor kurzem hat er sich einen neuen Lieblingsplatz ausgesucht: er quetscht sich auf dem Schreibtisch vor die Tastatur. Natürlich nur, wenn ich da sitze.

Das ist jetzt nicht unbedingt mein Lieblings-Kater-Liegeplatz und wir streiten noch, ob das wirklich sein muss. Aber ihr kennt es vielleicht auch, wenn Katzen etwas wollen…

Er sitzt mit uns am Tisch, will dabei sein. Er legt auch schon mal ganz vorsichtig das Pfötchen auf die Tischkante und versteht das Nein. Ich darf ihn Bürsten und wenn er draußen nass geworden ist, mit einem großen Tuch trockenrubbeln. Beides liebt er.

Aber er fremdelt noch. Mehr als 4 Füße unter dem Tisch beunruhigen ihn zwar nicht, aber fremde Stimmen findet er gefährlich. Und schau‘ ihm bloß nicht in die Augen, dann ist er weg! Erstmal. Doch die Neugier siegt immer öfter, und er schaut gleich wieder vorsichtig um die Ecke.

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Wenn jetzt der Frühling kommt, dann hilft mir Paulchen wieder im Garten. Das macht uns beiden Spass und ist auch gut gegen den Winterspeck. Gut gegen „übergewichtig“!

Fundstücke – von Urlaub, Freundschaft und Bratlingen

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Es ist ja nicht so, dass ich nicht in den Urlaub fahre. Aber ich muss schon feststellen, dass ich in den letzten Jahren eher selten im Urlaub war.

Schließlich lebe ich da, wo andere Urlaub machen, habe St. Peter Ording, das Watt und die Nordsee vor der Tür und genieße dieses Glück in vollen Zügen.

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Vielleicht ist deswegen meine Sehnsucht nach Badeferien am Mittelmeer oder Wanderwochen in den Bergen nicht sehr ausgeprägt. Aber es gibt schon Sehnsüchte, die sofort wieder einsetzen, sobald ich auf dem Heimweg bin.

Zum Beispiel auf der Fähre von Helgoland (ich bin bekennend Helgoland-verliebt) oder beim Packen nach einer Woche Dänemark.

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Mein allererster Dänemarkurlaub liegt Jahrzehnte zurück. Mit einer Clique Freunden über Sylvester. Zwei Häuser mussten wir mieten, so viele waren wir. Dann gab es ein paar Jahre ohne Dänemark und schließlich habe ich es für die Winterzeit neu entdeckt.

Nicht mit dem Partner, nicht in der Gruppe, sondern mit der besten Freundin. Das Haus in den Dünen, leere Strände und die Freundin – meine perfekte Urlaubskonstellation.

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Ich glaube, für Dänemark im Winter muss man entweder frisch verliebt sein oder eben mit der allerbeste Freundin anreisen (vielleicht geht auch allein, aber das habe ich noch nicht probiert).

Wer im Winter an die See fährt, wird wenig Unterhaltung oder Abwechslung finden.

Im Winter an der See sind die eigenen Sinne gefragt. Sich öffnen für den Zauber des Meeres. Für das Rauschen der Wellen, das Schreien der Möwen aber auch für die Stille. Für den salzigen Geschmack auf den gischt-nassen Lippen, für dem Geruch des Meeres.

Für die kleinen Dinge, für Weite, Licht und auch mal Sternenhimmel.

Einen Regenbogen entdecken und zusammen bestaunen, gemeinsam über den Hund lachen, der mit Stock und Schaum kämpft, mit kindlicher Freude die eigenen kleinen Standfunde bewundern lassen, miteinander der untergehenden Sonne nachschauen.

Eine wirklich gute Freundin ist eine Kostbarkeit, ein Geschenk, das man sich nicht suchen, aber das man finden kann.

Vor fast 20 Jahren sind wir das erste Mal an die dänische Westküste gefahren. Unsere „weißt-du-noch-Liste“ ist mittlerweile ganz schön lang geworden.

Und wenn wir wieder zusammen am Strand laufen, ist das ein Gefühl, als wäre der erste Urlaub erst gestern gewesen.

Dänisches Weißbrot und Makrelensalat zum Frühstück, frisch gebackene Pancakes mit Blaubeermarmelade zum Cappuccino und gemeinsames Kochen am Abend. Wir haben so über die Jahre unsere Rituale entwickelt, als würden wir schon immer zusammenleben.

Wir bringen uns gegenseitig Tulpen mit und stellen beide Sträuße in eine Vase, essen am ersten Abend Muscheln mit Käsesoße aber probieren auch mal Neues. Jetzt im Februar war es ein Rezept, das die Freundin gefunden hatte.

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Nicht im Netz oder in einem Kochbuch sondern auf einem Schmierzettel, der irgendwo vergessen wurde. Auch so ein Fundstück. Was liegt also näher, als die Bratlinge des gefundenen Rezeptes „Fundstücke“ zu nennen und an einem Abend „Fundstücke mit Ingwer-Möhren“ auszuprobieren.

Für die „Fundstücke“ baucht Ihr

3 Möhren
250 g kernige Haferflocken
250 g Kräuterquark
2 rote Zwiebeln
175g geriebenen Emmentaler
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Päckchen TK Gartenkräuter
3 Eier
1 Tl. Salz, etwas Pfeffer

Die Möhren raspeln, die Zwiebeln klein schneiden und alle Zutaten in eine große Schüssel geben. Nun mit angefeuchteten Händen beherzt vermengen und die Masse 2 Stunden stehen lassen. Die Haferflocken sollen schön durchweichen. Anschließend nicht zu große Bratlinge formen und in einer Pfanne auf beiden Seiten goldbraun braten.

(Diese Fundstücke machen sehr satt und die Menge reicht locker für 4 Personen. Was übrig bleibt, schmeckt am nächsten Tage auch kalt aus der Hand genascht.)

Ingwer-Möhren

1 Bund Möhren
2 El. braunen Zucker
Butter
1 Orange
1 Stück Ingwer

Die Möhren putzen und in Scheiben schneiden. In einem Topf Butter schmelzen und den braunen Zucker in der Butter karamellisieren. Die Möhrenscheiben hinzugeben, gut mit der Karamellmasse verrühren und etwas andünsten lassen. Eine Tasse Wasser dazugeben und die Möhren weichschmoren.

Anschließend den Saft von der Orange angießen und das Stück Ingwer hineinreiben. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Noch ein schönes Glas Prosecco dazu (wer mag, kann sich noch einen Quark-Dip anrühren oder einen grünen Salat anmachen) und das Abendessen ist perfekt.

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„Und nachher schauen wir noch mal, ob da draußen das Meer noch rauscht und die Sterne wieder funkeln, ja?“ Mit einer besten Feundin ist man sich sofort einig.

 

Watt & Meer Blog-Kalender – Februar 2019

Es gibt diese Wintertage, an denen Sonne vorhergesagt wurde, sie es aber direkt an der Nordsee nicht durch den Seenebel schafft. Es gab schon Tage, an denen nur ein paar Kilometer weiter landeinwärts der herrlichste Sonnenschein am blauen Himmel strahlte, wir im Koog jedoch einfach im Nebel stecken blieben. Den ganzen Tag grau in grau.

Umso schöner war dieser Februarmorgen, an dem noch leichter Raureif das Land überzog, die Nebelschwaden sich ganz langsam lichteten und die aufgehende Sonne hindurchließen.

Februar

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Sonnenaufgang im Nebel,  Wesselburenerkoog, Nordsee

Nur für einige kurze Augenblicke verzauberten Sonne und Nebel ein paar kahle Bäume und eine alte Gartenpforte in einen mystischen Märchenwald.

In mein Februar-Kalenderbild.