Free Eddie

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Ich hatte ihn letzten Freitag, dann am Montag und am Dienstag immer an der gleichen Stelle, auf dem Weg an unserer Badestelle im Koog, beobachten können.

Das erste Mal, als er mir auffiel, hätte ich ihn fast über den Haufen gelaufen. Plötzlich huschte etwas Braunes neben mir weg. Nicht weit, ein paar Hüpfer nur. Ein kleiner Strandläufer. „Seltsam, dass der nicht wegfliegt“, dachte ich noch.

Am Montag ein ähnliches Bild. Wieder hatte ich ihn nicht gesehen und war sehr dicht an ihm vorbeigelaufen. Wieder huschte er vor mir zur Seite. „Der muss was haben, das ist nicht normal“, überlegte ich im Weiterlaufen.

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Strandweg

Am Dienstag suchte ich ihn und fand ihn mit seinem langen spitzen Schnabel stochernd am Rand einer Pfütze. Er suchte Nahrung. Als ich ihm zu nah kam, humpelte er langsam vor mir her.

„Was hat er mit seinem Bein? Kann er nicht mehr fliegen? Wird er verhungern, sterben müssen?“

Ich laufe fast täglich bei uns am Strand und die Aussicht, diesen kleinen Kerl weiter leiden sehen zu müssen, trieb mich um. Nein, das wollte ich auf keinen Fall. Aber was kann man tun?

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SnapShots Sonnenblumenfeld

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Wer im Wesselburenerkoog zu unserer Badestelle unterwegs ist, der kommt daran vorbei. An unserem schönsten Feld im Koog.

Sonnenblumenfeld

Ein Meer aus Sonnenblumen leuchtet mit lila Büschelblumen in wunderschönstem Kontrast.

Kommt da nicht noch einmal richtig Sommerstimmung auf?

Stefanie, Büsum und der Sommer 2020

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Ich erwache gerade erst ganz langsam und behutsam aus meinem „wir bleiben zuhause und die Welt draußen“- Modus.

Nach einer gefühlten Ewigkeit schaue ich auch mal wieder bei WordPress vorbei und was finde ich da? Einen Beitrag von Stefanie über Büsum.

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Ein Beitrag Stefanies von indernaehebleiben ist an sich nicht überraschend, ein Beitrag über Büsum aber schon! Denn, wie sie auch schreibt, ist Büsum nicht so ihre erste Wahl, wenn es an die Nordsee geht.

Und klar, das kann nicht unkommentiert bleiben! Doch mein Text wurde immer länger, fing so langsam an, das Format des Kommentares zu sprengen, wuchs mehr und mehr zur Blog-Länge. Also liebe Stefanie, hier nun mein Beitrag ganz für Dich persönlich!

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Liebe Stefanie,

Du warst in Büsum! Überraschung! Ich habe ja schon nicht mehr daran geglaubt. Und ich muss sagen, Dein Urteil ist ja ganz moderat ausgefallen. Kurkonzert und Barrierefreiheit, ja Büsum steckt immer noch ein wenig zwischen altem Staub und neuem Glanz.

Die Perlebucht, Hochglanz pur, ist auch nicht so meins, jedenfalls nicht im Sommer. Im Winter, wenn die Bespassungscontainer abgebaut sind, die Strandkörbe weggeräumt und die ersten Stürme die Nordsee aufpeitschen, dann ist die Perlebucht erste Wahl.

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So ein Wintersturm ist am Eidersperrwerk schon imposant, in der Perlebucht erlebt man die brechenden Wellen noch viel intensiver.

Sogar hautnah, wenn man nicht aufpasst und eine Welle unterschätzt. Dann kann man auch schon mal so richtig schön nass werden.

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Dass man es aus Hamburg per Bahn schafft, morgens um 09:00 in Büsum anzukommen, hätte ich nicht gedacht! Da musst Du sicher mitten in der Nacht aufgestanden sein? Aber ich weiß durch Deine zahlreich geposteten  Sonnenaufgangsfotos, der frühe Morgen ist Deine Zeit (meine nicht so).

Und ich muss immer wieder neidlos anerkennen, es lohnt sich, früh aufzustehen! Leere Strandkörbe sieht man im Sommer in Büsum tatsächlich nur vor dem Frühstück.

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In meinen diesjährigen „wir bleiben zuhause und die Welt draußen“- Modus habe ich es im Sommer „nur“ bis zu unserer Badestelle im Wesselburenerkoog geschafft.

Und das war herrlich, denn die Autoschlagen nach St. Peter standen teilweise bis zu meiner Hofeinfahrt. Da nimmt man eben das Rad und radelt ans Wasser.

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An der Badestelle im Wesselburenerkoog gibt es ein ungeschriebenes Gesetz. Die ersten beiden Duschen sind „Urlaubergebiet“, an der dritten Dusche, ein Stück hinter dem offiziellen Badestrand-Ende, trifft sich der Koog.

Dusche 3 entwickelte sich in diesem Sommer zum unserem Ortskern, den wir ja so nicht haben. Beeindruckend auch, dass sich gerade die älteren Mit-Köger bei Sonne und Hochwasser auf den Weg machten.

Da merkt man, wer von Kindesbeinen an ans Baden in der Nordsee gewöhnt ist.

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Natürlich hielt man auch Klöhnschnack. Man sieht sich ja sonst selten. So erzählte jemand, im Radio wurde auf Grund der überfüllten Strände an der Westküste für etwas abgelegenere Badestellen geworben.

Unter anderem auch für den idyllischen, ruhigen Naturbadestrand im Wesselburenerkoog!

Mit einem entsetzten „Nee!? Das geht ja gar nicht!“ waren wir uns alle  sofort einig. In jedem anderen Jahr hätte ich mich über diese kostenlose Werbung gefreut!

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Ich möchte mich auch noch für Deine kostenlose Empfehlung meiner Ferienwohnungen bedanken. Ich habe tatsächlich eine Buchung über Deinen Link bekommen.

Mit diesen Gästen aus Hamburg, die normalerweise Urlaub irgendwo in Asien gemacht hätten, sprachen wir von Dir und Deinen Blog  wie von einer hochgeschätzten, gemeinsamen Bekannten. Ist es nicht ein Skandal, dass wir uns immer noch nicht persönlich kennengelernt haben?

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Also, wenn Dich die Büsum-Sehnsucht mal wieder packt, Du mal wieder am Eidersperrwerk vorbeikommst oder auf Kohltour gehst: schau doch mal ein. Ich würde mich freuen!

Liebe Grüße, Ulrike

 

Rundgang durch Tönning (re-post)

Mehr als 5 Jahre ist es her, da hatte ich meinen ersten Post hier online gestellt. Und klar, ganz wenige von Euch hatten mich damals gefunden. Stefanie von indernaehebleiben war eine meiner ersten Leserinnen und ich hatte sie doch tatsächlich mit meinem Beitrag auf Tönning neugierig gemacht.

Und da nun die Urlaubssaison nicht mehr aufzuhalten ist, und da Tönning immer noch einen Besuch wert ist, möchte ich Euch nochmals mitnehmen. Auf einen Rundgang durch das entzückende Hafenstädtchen Tönning.

Re-post vom 02. Juni 2015

„Heute machen wir was Nettes“ schlage ich gerne mal vor, wenn Haus- und Gartenarbeit warten können, die Sonne scheint und ich Lust auf einen Ausflug habe. Oft geht es dann nach Tönning, das kleine Hafenstädtchen auf Eiderstedt.

Tönning ist für mich das perfekte Ziel für einen Sonntagnachmittags-Rundgang. Spaziergänge an der Küste bestehen meist aus Hin- und Rück-Tour; man läuft den Deich entlang, entscheidet irgendwann umzudrehen und zurückzulaufen, oder den Strand entlang und wieder zurück oder ins Watt hinaus und wieder zurück.

Ein Rundgang hat eine vorgegebene Länge, man braucht sich nicht entscheiden (und auch nicht mit anderen einigen) wann es Zeit wird umzudrehen. Das empfinde ich manchmal als sehr entspannend.


Mit Tönning verbinde ich Giebelhäuser und Rosenstöcke und natürlich den Hafen. Der Einfluss der Holländer auf den Baustil ist nicht zu übersehen. In Tönning finden sich viele alte Häuser mit den so typischen Treppengiebeln, die man eher aus Amsterdam kennt.


Passend zu den historischen Giebeln schmücken sich viele Häuser mit aufwendig geschnitzten Türen und liebevoll dekorierten Eingängen; meist mit einer Bank davor. Die Vorgärten der kleinen Stadthäuser beschränken sich auf gerade so viel Platz, dass ein Rosenstämmchen gepflanzt werden kann.


Viele Häuser haben statt Vorgarten einen kleinen Hof hinter dem Haus, so im Patio-Stil. Diese Innenhöfe sind natürlich nicht einsehbar, beflügeln meine Fantasie aber immer wieder auf’s Neue. Ich bin ein absoluter Innenhof- und Dachterrassen-Fan! Ja, ja, man begehrt immer das, was man nicht hat…

Zurück nach Tönning und in den Hafen. Der Tönninger Hafen liegt an der Eider und war sehr bedeutend als es den Nord-Ostseekanal noch nicht gab. Zu jener Zeit konnte man über die Eider und den Eider-Kanal (zwischen Rendsburg und Kiel) den Weg in die Ostsee abkürzen. Das alte Packhaus am Hafen stammt aus jener Zeit.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafenbeckens finden wir wieder die schmucken Häuschen mit Ihren Stammrosen-Vorgärten, viele noch privat bewohnt, andere beherbergen die Kunst oder Gastronomie.

Eines der schönsten Häuser am Hafen ist das Hotel Godewind. Der Kaffeegarten ist so liebevoll gestaltet wir die kleinen Fischerstuben des Restaurants; hier kann man vorzüglich Essen und urgemütlich Sitzen.

Auch am Hafen ziert dieses Schild eines der alten Häuser.  Der Spruch „Et gah uns wol up onse olen Dage“ ist nicht etwa das Motto eines ehemaligen Seemannsheimes sondern ging als Trinkspruch (auf die Gesundheit) in die Eiderstedter Geschichte ein. „Es gehe uns wohl auf unsere alten Tage“ – ja, genau so soll es sein!

Die Akelei – Elfe des Gartens (re-post)

Gila vom Blog kiekut ist durch ihren Garten gezogen und hat uns so schöne Fotos voll Akelei mitgebracht.

Bei mir im Garten stehen Sie im Momrent auch dicht an dicht und in voller Blüte. Jedes Jahr werden es mehr, angefangen hatte es mit einer einzigen Pflanze, die am Gartenzaun stand. Ich hatte davon berichtet, vor 5 Jahren; aber schaut doch einfach noch mal selbst:  

Re-post vom 27. Mai 2015

Für viele ist sie nur Unkraut, die Akelei, für mich ist Sie die Elfe des frühsommerlichen Gartens. Die zarten, glockenförmigen Blüten tanzen wie Elfen an ihren langen, feinen Stängeln im Wind.

Angefangen mit einem einzigen Exemplar hat sich diese Schönheit in meinem ganzen Garten verteilt. Zugegeben, ab und an habe ich etwas nachgeholfen und die reifen Samen-Stängel hier und da einfach mal ausgeschüttelt.

Generell ist die Akelei nicht wählerisch und breitet sich aus, wohin der Wind sie trägt. Sie im Zaum halten ist schwierig, daher wohl auch das „Unkraut-Image“; aber genau das ist für mich ihr ganz besonderer Scharm. Sie kümmert sich selbst und überrascht mich immer wieder.

Überraschend sind nicht nur ihre neu eroberten Standorte, wie von selbst entstehen auch immer wieder neue Farben. Die Palette reicht von strahlend weißen Blüten, rosa, roten und lila Blüten bis bin zu dunkelblauen Blüten.

Zur Not siedelt sich die Akelei sogar in Fugen und Mauerritzen an und schaut dann auch mal ganz un-elfenhaft durch die Gartenbank.

Hoffentlich setzt sich da keiner drauf!

Und wenn es die nächsten Tage mal sonnig und windstill werden sollte, dann kann ich ja auch noch mal durch den Garten streifen und ein paar Elfen einfangen…

„Es war einmal …“ – im Tierpark

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„Es war einmal und ist nicht mehr, ein ausgestopfter Teddybär“… dieser Gedichtanfang kam mir in den Sinn, als ich über diesen Blogbeitrag nachdachte.

Es war einmal ein Besuch im Tierpark, letztes Jahr im Oktober, damals, als man noch nicht darüber nachdachte, wann man wieder in den Tierpark gehen darf.

In einer Zeit, in der niemand auf die Idee gekommen wäre, dass Tierparks geschlossen werden könnten.

Aber schon damals hatte ich überlegt, ob ich überhaupt in einen Tierpark gehen möchte. Für mich ist das ein zweischneidiges Schwert.

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Auf der einen Seite ist es spannend, Tiere sehen zu können, denen man in der freien Wildbahn nicht so einfach begegnet wäre. Auf der anderen Seite wurde diesen Tieren die Freiheit genommen.

Freiheit ist für mich ein hohes Gut, ob sich jedoch ein Tier hinter einem Drahtzaun oder in einem Käfigen unfrei fühlt, vermag ich nicht zu beurteilen.

 

Ob Sicherheit vor Fressfeinden und immer ausreichend Nahrung den Minikosmos Gehege wett machen?

Empfinden diese Tiere unsere „artgerechte“ Lebensraumgestaltung auch als artgerecht? Mir fällt es schwer, das zu glauben.

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Diese Augen!

„Tiere in Zoo oder Tierpark sind Botschafter ihrer Art“, wird oft als Argument pro solcher Einrichtungen angeführt. Um denen, die noch in Freiheit leben und deren Lebensraum immer mehr beschnitten wird, eine Lobby zu geben.

Können Besuche im Tierpark und auch die schönen Fotos, die man dort so verhältnismäßig einfach machen kann, wirklich dabei helfen? Ich weiss es nicht.

Genauso zwiespältig ist mein Verhältnis zur Falknerei. Auch hier stehen sich die gleichen Argumente gegenüber, doch es treiben mich auch die gleichen Zweifel um.

So einen abgerichteten Seeadler kurz über dem eigenen Kopf hinwegfliegen zu sehen, ist schon ein Erlebnis.

Einen freien Seeadler in der freien Natur hoch oben in den Lüften kreisen zu sehen, ist für mich jedoch weitaus ergreifender.

Ich habe gerade letztens einen gesehen und es war ergreifend! Gänsehaut inbegriffen.

Aber es ist wie es ist, ich war im Wildpark Eekholt und habe diese Fotos gemacht.

Wenn die Bilder nun helfen sollten, den Wölfe einen Lebensraum zuzugestehen, den Eulen alte hohle Bäume zur Brut zu erhalten oder den heimischen Wildkatzen ein Revier in naturnahen Laubmischwäldern zu überlassen, dann würde mich das sehr glücklich machen.

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So schön – der Wolf!

Mit „Er aß die Milch, er trank das Brot, und als er starb da war er tot…“ (Quelle ist mir unbekannt) geht das Kurzmärchen vom ausgestopften Teddybär zu Ende.

Da weiss man nicht so recht, ob man Lachen oder Weinen soll. Bei einem Tierpark-Besuch geht es mir ähnlich.

Ostern 2020

Wisst Ihr noch, was ihr Ostern 2015 gemacht habt? Oder vielleicht nicht ganz so schwierig, was ihr Ostern letzten oder vorletzten Jahres unternommen habt? Nein?

Ostern 2020 wird uns sicher in Erinnerung bleiben! Dabei werden wir in diesem Jahr wohl mehrheitlich nichts Spektakuläres unternehmen, und doch wird sich diese seltsame Osterfest in unser Gedächtnis einbrennen. Denn Ostern werden wir uns in Verzicht und zuhause bleiben üben. Ich jedenfalls.

Ich werde auch nicht die vor Gericht erzwungenen Lockerungen der Familienbesuche in Anspruch nehmen. Im Ernst, ich werde nicht mal nach St. Peter an den Strand fahren, obwohl ich es dürfte.

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Ich erkläre mich solidarisch und bleibe daheim.

Euch allen wünsche ich ein ruhiges, sonniges Osterwochenende und macht das Beste daraus.

SnapShots: Fotoprojekt (Nordsee-)„Wasser“

Manni von Mannisfotobude hat zu einem weiteren Projekt aufgerufen und bei diesem Thema muss ich auch nicht lange überlegen. Wie auch, wenn man an der Nordsee lebt und Meer-Wasser fast vor der Haustür hat.

Manni’s Foto-Projekt lautet „Wasser“ und ich möchte Euch mal die vielen verschiedenen Gesichter der Nordsee zeigen:

 Die Nordsee,

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mal fast nicht da,

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mal sanft an den Strand rollend,

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mal Sturm-getrieben,

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mal ganz in Harmonie,

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mal wild und übermütig,

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mal gestalterisch tätig,

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mal unbändig und wütend,

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und mal Insel-umschliessend.

Jetzt noch schnell ein Rätzel, nicht schwierig, versprochen: Von welcher Nordseeinsel habe ich das letzte Foto aufgenommen?

Bleibt zuhause und schön gesund!

SnapShots: Fotoprojekt „Sonnenuntergang“

Manni von Mannisfotobude hat zu einem Projekt aufgerufen und bei dem Thema musste ich gar nicht lange überlegen. Da mache ich mit!

Manni’s Foto-Projekt lautet „Sonnenuntergang/aufgang

Hier meine Auswahl an Sonnenuntergängen aus dem Archiv:

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(1) Dänemark

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(2) noch einmal Dänemark

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(3) Wesselburenerkoog, Nordsee

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(4) und noch einmal Wesselburenerkoog

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(5) Eidersperrwerk

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(6) Wesselburenerkoog

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(7) Westerhever Leuchtturm

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(8) St. Peter Böhl

Da es ja immer „ein Schönstes“ gibt und auch ich einen Favoriten habe, frage ich jetzt Euch: Welches Sonnenuntergangsfoto gefällt Euch am Besten?

 

Lauter gute Gründe für Dänemark im Januar

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Strandurlaub ist ja gemeinhin der Klassiker für die sonnigen Sommermonate. Was zieht mich also jedes Jahr im Januar an die kalte Küste Dänemarks, zumal ich ja nur ein paar Autominuten von der Nordsee entfernt wohne?

Nur 10 Autominuten von der Nordsee entfernt – das scheint genau das Problem zu sein…

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Wenn man die See so quasi vor der Haustür hat, dann gibt es 1000 Dinge, die erstmal wichtiger sind, als an den Strand zu fahren. Dort kann man ja auch morgen noch hin.

Packt man jedoch die Koffer und fährt nach Dänemark an den Strand, dann lässt man genau diese 1000 Dinge zu Hause und morgen wird zum Jetzt.

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Im Januar braucht man auch nicht über das Wetter zu philosophieren. Es kommt, wie es kommt, man sollte nicht zimperlich sei und nicht auf Sonne oder trockene Tage warten.

Im Januar streift man sich die Regenhose über und trotzt dem Wetter, denn morgen könnte es noch dicker kommen.

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Wer dann durchgefroren, durchgepustet oder durchnässt vom Strand wiederkommt, der kennt wahrscheinlich das Gefühl, etwas Großartiges geleistet zu haben.

Strand im Sommer ist schön; im Januar werden dort Helden gemacht!

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Anschließend sitzt man gemütlich am brennenden Ofen, eine Decke auf den Knien, zündet ein paar Kerzen an und geniesst die warme Gemütlichkeit.

Typisch für Dänemark sind Holzhäuser in den Dünen, die im Sommer preislich schon mal im vierstelligen  Bereich (für eine Woche) liegen können. Im Januar sind die Preise moderat und man kann sich etwas Luxus in der Ausstattung gönnen.

Ein Haus mit Whirlpool und Sauna zum Beispiel. Haben wir auch schon gemacht, und mussten feststellen, dass wir nicht in der Sauna waren und auch nicht im Wirlpool. Man könnte aber!

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Wir sind da eher die spartanischen Urlauber. Wir heizen ausschließlich mit Holz, schlafen eisig kalt und haben selbst im Bad Pinguin-Wohlfühl-Temperaturen. Wir Duschen nicht, wir waschen uns.

Nicht, weil wir zu geizig sind, den Strom zu zahlen, der in Dänemark separat abgerechnet wird, sondern weil wir dieses einfache Holzhütten-Feeling lieben.

Und schließlich gibt es noch einen ganz persönlichen Grund für Dänemark im Januar. Ich habe, genau wie die Freundin, mit der ich jedes Jahr dorthin fahre, im Januar Geburtstag (wir sind zwei Steinböcke).

Was liegt daher näher, als die Geburtstage gemeinsam an der dänischen Nordseeküste zu verbringen?

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Fahrt auch Ihr im Januar weg und wenn ja, wohin geht die Reise und warum im Januar?