Ist das digitale Kunst?

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Vor einiger Zeit habe ich mich mal bei Petra Pawlofsky von da sein im netz über „digitale Kunst“ erkundigt:

Liebe Petra, deine digitalen Arbeiten sprechen mich sehr an, wobei ich aber nicht wirklich immer zu erkennen vermag, was digital ist und was nicht. Ich finde die gesamte Thematik sehr spannend und würde mich sehr freuen, mehr darüber zu erfahren… 

Die Antwort kam prompt und hat mich zu meinen eigenen (bescheidenen) Spielereien inspiriert. Ich möchte es auch gleich vorweg nehmen, hier soll kein Anspruch auf Kunst erhoben werden. Es hat einfach Spaß gemacht und ist erstaunlich, was man mit einem einfachen Bildbearbeitungsprogramm (PhotoScape) erzeugen kann.

Aber schaut einfach mal selbst:

Und hier zum Vergleich die Originale:

 

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Flying Dutchman

Auch Blumen machen sich so „gezwirbelt“ (Prismenfilter : Strudel) recht hübsch:

Stadtansichten (wie hier der Schuhmacher und der Wasserturm aus Heide) erhalten als Bleistift-Zeichnung ganz neue Details. Unattraktive Hintergründe treten in den Hintergrund.

Der im original Foto etwas störende Mann rechts unten neben der Laterne ist plötzlich ein, die Szene belebendes, interessantes Detail.

Oder wie wäre es mit impressionistisch bearbeiteten Rosen?

Sind die Impressionisten nicht fast noch schöner?

Wer jetzt Lust auf mehr hat, einige meiner Rosenbilder hatte ich auch schon mal in (fast) Scharzweiß und (ganz) Schwarzweiß  gezeigt.

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SnapShots – Glöckchen ohne Schnee

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Zugegeben, Ostern war früh in diesem Jahr und es war lange kalt – nicht eine Osterglocke wollte an Ostern blühen. Aber die Schneeglöckchen waren am Ostersonntag „vom Eise befreit“ und strahlten mit der Sonne um die Wette.

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt’s im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
J.W. Goethe – Monolog des Faust, Osterspaziergang, aus: Faust I, Vers 903-940, 1808

Mit diesen Zeilen und Bildern verabschiede ich mich von Schnee und Eis und den dicken Winter-Socken!

Es ist Frühling! Basta!

SnapShots – doch noch Schnee

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Letzte Woche Samstagmorgen, noch etwas verschlafen, der erste Blick aus dem Fenster, der erste Gedanke des Tages: „Ich fass‘ es nicht!“

Jetzt, wo ich mit Winter abgeschlossen habe, nicht mehr neidisch auf Schnee woanders bin, die ersten warmen Tage genießen konnte, schon in der Sonne lag, jetzt hatte es geschneit. Und der gefühlt zweistellige Minusgrad-Ost-Sturm trieb den Schnee waagerecht vor sich her.

Sibirische Landschaft mit sibirischer Kälte.

Auch wenn der Spuck am Sonntagabend so gut wie vorbei war, die gefühlten zweistelligen Minus-Grade kommen immer noch aus Ost.

Ist heute nicht Frühlingsanfang? Ich fass‘ es nicht.


Hier gibt’s jetzt ‘ne keine Blog-Pause und ich wünsche Euch schon jetzt sonnige zweistellige Oster-Plusgrade! Und mir natürlich auch.

SnapShots – Biikefeuer in St. Peter

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Wenn es nach dem Biikefeuer in St. Peter gehen würde, das Biikefeuer, das den Winter vertreiben soll, dann hätten wir jetzt zweistellige Plusgrade. Im letzten Jahr mussten einige Biikebrennen wegen Sturm abgesagt werden, in diesem Jahr war das Wetter vorbildlich.

Ganz ohne Wind konnte die Flammen- und Funkensäule meterhoch in den klaren Abendhimmel steigen. Ein gewaltiger Anblick, an der Promenade von St. Peter Bad.

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Biikebrennen findet jedes Jahr am Vorabend des Petritages (22. Februar) statt. Die Tradition der Biike stammt von den Nordfriesischen Inseln. Dort wurden mit dem Feuer nicht nur der Winter sondern auch die Walfänger verabschiedet.

Nach einem Beschluss der Hanse durfte die Seefahrt, nach der Winterpause, erst wieder am Petritag  aufgenommen werden und die Walfänger in See stechen.

Um ganz sicher zu gehen, wird in einigen Orten sogar eine Strohpuppe auf den Reisighaufen gesetzt. Das Petermännchen, das den Winter symbolisiert und mit ihm in Flammen aufgeht.

So wie die Wolken zeichnen auch Feuer und Glut immer wieder neue vergängliche Bilder; ich habe sogar das Petermännchen gesehen. Ihr auch?  Nur den Winter, den haben wir nicht vertreiben können.

Heute Morgen hatten wir minus 11 (!) Grad an der Küste.

SnapShots – Ende eines strahlenden Tages

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Sonne, Frost, stahlblauer Himmel, kein Lüftchen – das sind die Zutaten für Wintertage, die so selten und so schön sind.

Der Februar hat uns bereits ein paar solcher Bilderbuch-Tage geschenkt und jeder einzelne verabschiedete sich mit seiner ganz eigenen abendlichen Lichtstimmung.

Zum Beispiel am Eidersperrwerk:

Ein komplett wolkenloser Himmel zeichnet den zarten Farbverlauf, der sich auf der spiegelglatten Wasseroberfläche wiederholt.

Ganz langsam zieht die untergehende Sonne ihre Bahn hinter der Westbake vorbei und versinkt im Meer.

Ende eines strahlenden Februar-Tages.

Herzkramen (11/11) – Sinneseindrücke

Wie heißt es im Kreuzworträtzel? Sinneseindruck mit (wie passend!) elf Buchstaben: Wahrnehmung; ein durch die Sinne vermittelter Eindruck. Was wir sehen, hören oder erfühlen wird zurückgreifend auf unsere Erfahrungen und Erinnerungen in bestimmte Informationen gewandelt. So kann ein Geruch uns in die Kindheit versetzen oder ein Geräusch uns Angst machen.

Für das finale Herzkramen von Random Randomsen habe ich Fotos ausgesucht, die ich mit ganz bestimmten Gefühlen verbinde.

Sinneseindrücke – elf Stationen einer Reise der Empfindungen

Mit Sonne-, Strand- und Meeres-Sehnsucht beende ich das Herzkramen nun. Ganz  lieben Dank noch einmal an Random Randomsen für diese inspirierende Idee.

Herzkramen (10/11) – Lebensmittel

Auf geht’s in die vorletzte Runde des Herzkramens. Random Randomsen zehnter Begriff lautet Lebensmittel. Lebensmittel, unser täglich Brot sozusagen, werden meist im Supermarkt erstanden. Oder auf dem Wochenmarkt.

Glücklich kann sich schätzen, wer einfach in den eigenen Garten geht, um dort die ein oder andere Köstlichkeit zu ernten. Bei einem Streifzug durch mein Garten-Foto-Archiv musste ich staunen, wie viel Essbares so in meinem Garten produziert wird (dabei habe ich nicht mal einen Gemüsegarten).

Lebensmittel – elf Köstlichkeiten aus der Natur

Aus Holunder und Weißdorn mache ich Schnaps, der Schnittlauch kommt über den Quark oder auf den Blumenkohlsalat, die Erdbeeren in die Torte, der Weisskohl in den Kohlpudding und die Kirschen nasche ich am liebsten direkt vom Baum. Allerdings habe ich in diesem Jahr nicht eine einzige abbekommen. Die Stare waren schneller…

Und was nascht ihr am liebsten direkt aus dem Garten?

 

 

Eine Bahnfahrt, die ist lustig…

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Auf Lutz Pauser’s Blog Zwetschgenmann habe ich vor einiger Zeit von einer Web-Seite gelesen, auf der Foto’s von Bahnhöfen gesammelt werden. Gaby Becker sammelt mit ein paar Mitstreiterinnen auf der Seite Deutschlands Bahnhöfe alle (das sind immerhin 5652) Bahnhöfe im Lande.

Neugierige geworden, hatte ich gleich mal geschaut und tatsächlich, beide Bahnstrecken vor meiner Haustür sind noch nicht erfasst. Also habe ich mich aufgemacht, um genau das zu ändern und kann Euch nun auf eine imaginäre Zugfahrt von Tönning nach St. Peter Ording mitnehmen.

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Um 16:01 Uhr steigen wir in Tönning in den Zug. Nach 4 Minuten erreichen wir schon den ersten  Haltepunkt in Kating, ein Bus-Häuschen auf dem Damm. Kein Haus, kein Baum, kein Strauch, kein Parkplatz. Nur zwei Fahrräder lehnen am Fahrradständer.

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Um 16:08 erreichen wir nach weiteren 3 Minuten den Haltepunkt Katharinenheerd.

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Der Ortsname Katharinenheerd ist sicher vielen St. Peter Ording Besuchern, die über die B 202 an die Küste fahren, ein Begriff. In Katharinenheerd angehalten ist wohl kaum jemand.

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Ich, ehrlich gesagt, auch nicht, und ich hätte nicht mal vermutet, dass es dort einen Bahn-Haltepunkt gibt.

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Weiter geht’s Richtung Garding. In der über 2000 Einwohner fassenden Stadt mitten auf Eiderstedt hätte ich jetzt etwas „mehr“ Bahnhof erwartet, aber auch hier nur noch ein Haltepunkt mit Wartehäuschen. Unsere Ankunftszeit: 16:12

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In nur knappen 2 Minuten, genauer gesagt um 16:14 kommt schon der nächste Halt, Sandwehle. Dieser Haltepunkt ist nach einer Deichbruchstelle benannt. Das einbrechende Wasser spülte ein tiefes Loch aus, das „Wehle“ genannt wird und für den Streckenbau wieder zugeschüttet wurde.

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Hier scheinen nur zwei Kühe auf unseren Zug zu warten.  Nach kurzem Halt geht es weiter Richtung Tating. Diesen Haltepunt erreichen wir um 16:18

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Von Tating aus nähern wir uns langsam der Küste. Die Bahnstrecke verläuft in einem langen Bogen Richtung St. Peter. Der erste Halt bei St. Peter Dorf liegt schmuck eingebettet in Rosenbeete und wird Bad St. Peter Süd genannt. Ankunft 16:32

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Nun sind es nur noch 4 Minuten bis zur End-Haltestelle St. Peter Ording und dort gibt es wieder ein richtiges Bahnhofes-Gebäude. Auch wenn es der Bahn nicht mehr gehört, so werden dort immerhin noch Fahrkarten verkauft.

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In St. Peter Ording endet unsere Zugfahrt um 16:27. Wer will, bleibt einfach sitzen und fährt die 26 Minuten zurück nach Tönning.

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Der Ordinger Bahnhof ist das letzte, noch erhaltene Gebäude einer früher sogar für den Güterverkehr ausgebauten Bahnstrecke.

Der Rückbau in eine eingleisige Verbindung machte die Bahnhofs-Gebäude überflüssig, sie verfielen zum größten Teil und wurden abgerissen.

Wer sich für die ganze Geschichte der Bahnstrecke Tönning – St. Peter Ording interessiert, kann hier mal schauen:

Die Eisenbahn auf der Halbinsel Eiderstedt

So, und ich werde jetzt meine Fotos beim OpenData-Projekt Fotos von Bahnhöfen anmelden.

Nachtrag 12.07.2017 – Sie sind online:

DeutschlandsBahnhoefe

Herzkramen (9/11) – Technik

Technik – die Gesamtheit der Verfahren und Arbeitsmittel, mit denen der Mensch sich seine Umwelt nutzbar macht – so interpretiert Google den neunten Begriff von Random Randomsens Herzkramen. Und wenn auch Technik unser tägliches Leben begleitet, so habe ich doch fast keine Technik-Bilder im Archive.

Technik ist nur bedingt ein beliebtes Motiv (jedenfalls für mich) und wer knipst schon seinen Wecker, Fernseher oder die Kaffeemaschine?  Aber ein paar Technik-Exemplare habe ich dann doch gefunden, schaut einfach selbst.

Technik – elf Fotos von Arbeitsmitteln,
mit denen der Mensch sich seine Umwelt nutzbar macht

Was habt ihr denn so in letzter Zeit fotografiert, das unter den Begriff Technik passen könnte?