Basstölpel – schwarz-weiße Eleganz

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Basstölpel – welch ein Name für diesen eleganten Vogel. Wer ist bloß auf diese Idee gekommen?

Der Legende nach (und laut Wikipedia) sollen es französische Fischer gewesen sein, die diesen Vogel zwar ständig fischen sahen, aber nie beobachten konnten, dass er auch nur einen einzigen Fisch aus dem Wasser geholt hätte. Dieser „Tölpel“!

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Was sie nicht wussten: der Basstölpel schluckt seinen Fang bereits unter Wasser.

Seit 1991 ist der Basstölpel auch wieder Brutvogel auf den Felsen von Helgoland und macht den Trottellummen, die dem Helgoländer Vogelfelsen seinen Namen gegeben haben, echte Konkurrenz. Gerade im Spätsommer sind die Felsen fest in Tölpel-Hand.

Die Tölpel-Jungvögel, die gerade flügge werden, tragen noch dunkle Federn. Nur die Federspitzen leuchten schon in Weiß. Am Kopf und auf dem Rücken sind die weißen Tupfen besonders gut zu erkennen.

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Erst in einem Alter von fünf Jahren werden aus den getupften Entchen die schönen Schwäne.

Den markanten Gesichtsausdruck verdanken die Basstölpel ihrer schwarzen Haut, die um Schnabel und Augen herum nicht von Federn verdeckt wird.

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Und sie sind nicht besonders scheu, sitzen fast zum Greifen nah an der Felskante und recken ihre Hälse in Position.

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Gerade so, als wären sie sich ihrer Eleganz bewusst.

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Helgoland Trilogie – Oberland und Unterland

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Die Hochseeinsel Helgoland besteht aus zwei Etagen, dem Oberland und dem Unterland. Treppen und Wege führen von unten nach oben und umgekehrt, aber es gibt auch einen Fahrstuhl. Kostenpflichtig und mit Fahrstuhlführerin (ein Job, den man sicher mögen muss…).

Generell kann man wohl sagen, das Oberland ist die Naturkulisse, das Unterland der urbane Teil der Insel.

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Einen entspannten Inseltag beginnt der Mehrtagesgast im Cafe „Düne Süd“. Von hier hat man einen erstklassigen Überblick über das „zollfrei-Angebot“ und die anrückenden Tagesgäste, die so gegen Mittag vorbeiströmen.

Wer es etwas ruhiger mag, mit Hafenblick, der setzt sich in die „Bunte Kuh“.

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Abends verkehrt dort das Seglervolk aus dem nahe gelegenen Südhafen. Dann gibt’s Bier und frischen Fisch und es wird auch mal der ein oder andere Seemannsfaden gesponnen. Bis spät in die Nacht.

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Kultur und Historie bietet das Helgoländer Museum . Schon auf dem Museumshof leuchten die Nachbauten der inseltypischen Hummerbuden in fröhlichen Farben. In den Ausstellungsräumen ist die wechselvolle Geschichte der Insel mit viel Liebe zum Detail dargestellt.

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„Ente gut – alles gut…“, eine Sonderausstellung über Walt Disney´s große Zeichner, bildet zurzeit den heiteren Kontrast zu der doch eher „düsteren“ Inselvergangenheit.

Kleiner Tipp: wer die Bunkeranlagen der ehemaligen Festung Helgoland anschauen möchte, sollte rechtzeitig reservieren; die Führungen sind sehr gefragt und meistens ausgebucht.

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Gut zwei Stunden braucht man für einen ersten Überblick über’s Oberland, sprich für den Rundgang. Und den sollte man auf keinen Fall auslassen. Dort oben wird einem erst richtig bewusst, dass man sich auf einer Hochseeinsel befindet.

Dort oben weht der frische Westwind und man hat eine grandiose Aussicht auf die Weite des Meeres. Und natürlich auf die „Lange Anna“ und die Lummen- und Basstölpel-Kolonien.

Aber auch Kurioses lässt sich dort oben entdecken. Zum Beispiel die Heidschnucken, die sich dort, an täglich wechselnde Besucher gewöhnt, die besten Plätze sichern und sogar verteidigen.

Mein persönlicher Favorit ist die Kleingartenanlage direkt an der Felsenkante. Radieschen- und Salatgurkenanbau mit Blick auf’s Meer. So kann sogar Kleingarten Spaß machen.

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Und wenn der letzte Tagesgast wieder eingebootet ist, die Börte-Boote wieder fest vertaut im Hafen liegen, die Sonne langsam hinter der Insel ins Meer sinkt und sich der Himmel  lachsrosa färbt, dann schlendert man noch einmal die Hafenpromenade entlang und genießt die eingekehrte Ruhe.

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Ach, kann das Leben schön sein! Auf Helgoland.

Helgoland Trilogie – Boote, Boote, Boote

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Wer keine 200 Euro für einen Flug investieren will, kommt mit dem Boot nach Helgoland. Ob das die günstigere Reisevariante ist, hängt ganz vom Boot ab, die schönere Variante ist es auf jeden Fall. Und ob nun Fähre bzw. Seebäderschiff oder das eigene Schiff, entspanntes Urlaubsfeeling beginnt bereits im Heimathafen.

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Die „Lady von Büsum“ und die „Funny Girl“ fahren von Büsum im Sommer täglich. Und da die „Lady“ schon eine alte Dame ist, wird sie auf den gut 35 Seemeilen von der „Funny Girl“ regelmäßig überholt. Zweimal täglich. Aber wer ein Schiff besteigt, der hat ja in der Regel Zeit.

Insbesondere den Tagesausflüglern sollte jedoch klar sein: die Fährfahrt ist Teil des Vergnügens; man verbringt mehr Zeit an Bord als an Land.

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Auf Helgoland angekommen, legt man nicht einfach im Hafen an. Es wird auf Reede ausgebootet. Das Ausbooten, also umsteigen von der Fähre auf ein schaukeliges, offenes Börte-Boot, ist Tradition auf Helgoland.

Zitat travellbook.de : Als sie [die Börte-Boote] zum Einsatz kamen, erleichterten sie vielen Helgoländern die Arbeit – und deren Gästen die Anreise. Denn als Helgoland 1826 Seebad wurde, habe es keinen Hafen gehabt, sagt Krüss [Helgoländer Heimatforscher]. Die Passagiere wurden „huckepack“ die letzten Meter durchs Wasser getragen.

Man stelle sich das nur mal vor!

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Andere kommen mit dem eigenen Segel- oder Motorboot und finden im Südhafen ihren Liegeplatz. Was am Freitag noch recht leer und übersichtlich aussah, hatte sich über den Samstag hinweg mächtig gefüllt.

Boot an Boot im Päckchen. Da heißt es klettern, wenn man an Land möchte und gut organisieren, wenn man plant wieder auszulaufen.

Etwas gemächlicher geht es im Nordosthafen zu. Dort liegt jedes Boot am Steg, dort kennt man sich, dort bleibt man größtenteils unter sich. Es gibt nur wenige Gastplätze.

Wirklich toll ist es, dort auf der Mole zu sitzen und mit Einbruch der Dämmerung auf Freunde zu warten, die vor guten zwei Stunden in Büsum ausgelaufen sind.

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Den Horizont nach einem winzigen Licht abzusuchen, es zu fixieren bis die Silhouette eines Bootes zu erahnen ist, bis das winzige Boot erkennbar Kurs auf den Hafen nimmt, immer schneller immer größer wird und dann, an einem vorbei, in den Hafen einläuft. Das ist wirklich spannend.

Überhaupt hätte ich nicht erwartet an einem, zugegeben sehr sonnigen, Wochenende im September so viele Bootseigner auf Helgoland anzutreffen. Aber was liegt für einen Küstenbewohner eigentlich näher als das eigenes Boot? Zumal man sein eigenes Bett dabei hat und nicht langfristig planen und buchen muss.

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Nur wenn die Freunde mit Boot nach ihrer abendlichen Inselrundfahrt erzählen, man hätte etwas verpasst, dann ist das eine echte Planungspanne… in Zeitalter des Handy… oh Mannomann!

Aber wir hatten ja noch unsere Schiffstour mit der Lady zurück nach Büsum vor uns. Bei fast spiegelglatter See, komplett eingeschlafenem Wind…

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…und in die Abenddämmerung hinein. Das war dann auch noch mal richtig schön!

Helgoland Trilogie – Die Düne

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Kleines Rätzel vorweg: Wo gibt es den einzigen Südstrand der deutschen Nordseeküste? Ihr ahnt es sicher schon. Richtig, auf der Helgoländer Düne. Und nicht nur das ist einzigartig. Auch das Badewasser dort ist mit das sauberste der gesamten Nordsee und dank des Golfstromes sogar relativ angenehm temperiert.

Ich jedenfalls hätte nicht gedacht, dass ich am 10. September noch mitten in der Nordsee schwimmen werde. Herrlich!

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Aber jetzt erst mal der Reihe nach. Mein Wetterwunsch zur Sommerpause wurde ja mehr als erfüllt. Seit 4 Wochen haben wir hier oben an der See fast ausschliesslich Sonne. Ich glaube, ich war schon lange nicht mehr so oft und so viel Baden wie in diesem August.

Sogar der bereits im Mai für den September gebuchte Kurzurlaub auf Helgoland wurde ein Hochsommer-Trip. Inklusive Badevergnügen. Wer hätte das gedacht?

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Und zum Baden fährt man mit einer kleinen Fähre auf die Düne. Die Düne ist sozusagen die kleine Schwester von Helgoland. Vorgelagerter Mullersand, der durch die schwere Neujahrsflut 1721 vom Felssockel abgetrennt wurde.

Wirklich erschlossen ist die Düne nicht und genau das macht ihren besonderen Scharm aus. Im Norden und im Süden liegen die beiden Badestrände, wobei der Nordstrand etwas rauer ist, deutlich mehr Brandung hat. Den Nordstrand teilt man sich dann auch mit den Kegelrobben und Seehundkolonien.

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Der Südstrand liegt geschützter, hat ein paar Strandkörbe zu vermieten, das Dünenrestaurant (einfache Gerichte und eine umfangreiche Getränkekarte), den Leuchtturm mitten am Strand und ganz viel weißen, weichen Sand. Aber auch am Südstrand war es entspannend ruhig, trotz 28 Grad und 2800 gezählter Tagesgäste an dem Samstag.

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Wer noch ein bisschen mehr Ruhe sucht, dem alltäglichen Tagesgäste-Trubel der Hauptinsel komplett entgehen möchte und abends die Düne fast für sich allein genießen mag, kann dort sogar übernachten. In den hübschen, bunten Holzhäuschen, versteckt im Dünengras.

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Was vor vielen Jahren noch Hundehütten ähnelte und nur über eine zentrale sanitäre Anlage verfügte (berichtete eine ältere Dame, die schon in Kindertagen den Sommer auf der Düne verbrachte), sind mittlerweile gemütliche Ferienhäuser, komplett eingerichtet, mit Dusche und WC, und mit „Pütt un Pann“.

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Leider kann man diese niedlichen Holzhäuschen nur von Ostern bis Ende Oktober buchen. So einen Aufenthalt auf „meiner Insel“ im Winter hätte ich mir schaurig romantisch vorgestellt (der perfekte Ort um ein Buch zu schreiben). Schliesslich hat die Düne ja einen kleinen Flugplatz (mit Start- und Landepause zur Mittagsstunde) –

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– falls die Fähre im winterlichen Eis stecken bleiben sollte…