SnapShots – Ende eines strahlenden Tages

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Sonne, Frost, stahlblauer Himmel, kein Lüftchen – das sind die Zutaten für Wintertage, die so selten und so schön sind.

Der Februar hat uns bereits ein paar solcher Bilderbuch-Tage geschenkt und jeder einzelne verabschiedete sich mit seiner ganz eigenen abendlichen Lichtstimmung.

Zum Beispiel am Eidersperrwerk:

Ein komplett wolkenloser Himmel zeichnet den zarten Farbverlauf, der sich auf der spiegelglatten Wasseroberfläche wiederholt.

Ganz langsam zieht die untergehende Sonne ihre Bahn hinter der Westbake vorbei und versinkt im Meer.

Ende eines strahlenden Februar-Tages.

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Abendlauf am Deich – so ohne Hund

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Letzten Montag war der einzig schöne Tag für diese Woche vorhergesagt. Letzten Dienstag hatte mein Blog Geburtstag. „Was hat das eine mit dem anderen zu tun?“ fragt Ihr Euch?

Ohne meinen Blog hätte ich mich am Montag nach der Arbeit kurz an den Zaun gestellt und mir den Sonnenuntergang von dort aus angeschaut.

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Vielleicht hätte ich sogar ein Foto gemacht, wie schon so viele, mit unserem „Windquirl“ im Hintergrund.

Seit ich blogge, will ich mehr.

Also, schnell in die Schuhe, dicke Jacke, Schal (vorm Deich ist der Wind kalt), Autoschlüssel und los.

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Strandübergang mit Bank bei uns im Koog

Im November reicht die Zeit aber nicht, um abends noch nach St. Peter zu fahren. Seit November sind auch die Strandüberfahrten gesperrt. Das kostet Extra-Zeit für den langen Weg über die Stege bis zum Sandstrand.

In St. Peter wäre ein Sonnenuntergang besonders schön. Dort würde noch viel Wasser von den letzten Stürmen auf dem Strand stehen. Darin würden sich die Farben des Himmels spiegeln. Das gäbe bestimmt schöne Bilder…

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Zu uns an Deich geht’s deutlich fixer, auch wenn die Kulisse nicht ganz so spektakulär zu werden verspricht.

Zunächst bin ich ganz allein vorm Deich. Die Sonne steckt noch zwischen den ersten, von Westen aufziehenden Wolken. Sie schickt Ihre letzten Strahlen auf’s Wasser hinaus.

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Über dem Deich kleine Schäfchenwolken, die wie eine aufgeschreckte Herde auseinanderlaufen. Unendliche Weite breitet sich dort oben aus. Der schmale Deichweg, den ich laufe, führt bis zum Horizont.

Kein Mensch, kein Schaf, nur dieser Himmel und ich. Es fühlt sich grenzenlos an.

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Langsam schiebt sich ein goldgelber Steifen den Horizont hinauf, die Wolken bekommen gelbliche Tupfen. Ganz oben leuchtet immer noch das Blau eines sonnenverwöhnten Novembertages.

Ich freue mich wie „Bolle“, dass ich jetzt hier stehe und nicht am Zaun.

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Ein Kondensstreifen steigt in den Himmel. „Flieger, grüß mir die Sonne“ flüstere ich gerade so, als wollte ich nicht stören. Wie klein man sich fühlt, bei solch einem gewaltigen Anblick.

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Auf den Rückweg kommt mir eine Gestalt mit Hund entgegen. Der Kleine flitzt kreuz und quer über die Salzwiesen und erreicht mich weit vor seinem Frauchen. Wir kennen uns.

„Ich hab‘ schon überlegt, wer das ist, so ohne Hund“, begrüßt mich eine Mit-Kögerin. Sie dreht spontan um und wir laufen gemeinsam zurück. Man trifft sich nicht oft im Koog, so ohne Hund. Es gibt viel zu beschnacken.

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Wir sind lange an der Bank vorbei, der letzte Deichübergang vorm Sperrwerk ist fast erreicht. „Wo steht Dein Auto?“ möchte sie von mir wissen.

„Da hinten“, zeige ich zurück.

„Fritzie…“, ruft sie den Hund, „wir haben da hinten etwas vergessen!“  Mit diesen Worten kehren wir alle drei noch einmal um.

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Mittlerweile ist der goldene Streifen einem fast kitschigen Rot gewichen. Die Wasserflächen zwischen den Buhnen und Lahnungen sind von den tiefen Wolken kaum noch zu unterscheiden.

Die eben noch warmen Farben wirken jetzt kühl, die Kontraste schärfer, aus dem leuchtenden Blau wurde ein mattes Hellgrau. Die Nacht rückt näher.

Fast andächtig verabschieden wir uns –  voneinander und von diesem Tag.

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Ohne meinen Blog hätte ich diese Stimmung nicht erlebt, diese schönen Fotos nicht gemacht, hätte ich die nette Unterhaltung nicht geführt,  wäre ich die knappe Stunde nicht am Deich gelaufen.

Ich hätte am Zaun gestanden und die olle „Mühle“ zum x-ten Mal geknipst.

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Mein Blog hat mein Leben mächtig bereichert und das nun schon seit 3 Jahren.

Happy Birthday!

Herzkramen (8/11) – Licht

Endlich ist es so weit! Mein Jocker beim Herzkramen von Random Randomsen ist endlich an der Reihe. Ich freue mich schon lange auf das „Licht“.

Licht lässt erstrahlen, zeichnet scharfe Konturen oder malt ganz weich und verbirgt Details. Licht erschafft Farben und entwirft Schattenbilder. Besonders kreativ ist das Licht der untergehenden Sonne, das den Himmel in Rot und Gelbtöne taucht und sich in allen seinen Farben auf dem Wasser spiegelt.

Licht – elf Fotos im Zauber der untergehenden Sonne

Einfach nur schön, so ein Sonnenuntergang. Von was lasst Ihr euch eher verzaubern – von der untergehenden oder der aufgehenden Sonne?

 

2016‘er Fundstücke – Sundown

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Ein neues Jahr – ein neuer Foto-Ordner und der alte von 2016 soll noch ein wenig sortiert und dann archiviert werden. Und wie schon im letzten Jahr lassen sich bei dieser Beschäftigung ein paar Fundstücke entdecken, die schon fast vergessen waren.

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Eines dieser Fundstücke ist diese Septembersonne, die langsam im Meer versinkt.

Sie sind immer faszinierend, diese letzten Minuten am Abend, die mit einem grandiosen Farbspiel, mal feuerrot, mal ganz zart in Pastell, einen Tag in die Nacht entlassen.

Glückstadt – perfekt für einen Wochenend-Trip

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Gesucht wird ein Ort, der so ungefähr den gleich langen Anfahrtsweg von der Westküste wie aus dem Osten Hamburgs hat, schön zum Laufen ist und genug Abwechslung für ein nettes Mädelswochenende bietet. Unsere Wahl fiel auf Glückstadt an der Elbe.

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Laut Wettervorhersage erwartete uns ein trübes Februarwochenende, das sich aber noch aufhellen sollte. Als Quartier suchten wir uns eine schnuckelige Ferienwohnung inmitten der Stadt, am Jungfernstieg, kein 5 Minuten vom Hafen entfernt. Schon der Kontakt zur Vermieterin war so nett, dass wir mit viel Vorfreude anreisten.

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Fährt man nach Glückstadt und kommt nicht mit der Fähre aus Wischhafen, muss man erst mal durch die Wildnis. Aus Richtung Norden durch die Blomsche, aus Richtung Osten durch die Engelbrechtsche.

Das Vorland an der Elbe, vor Jahrhunderten noch nicht eingedeicht und immer wieder Überflutungen ausgesetzt, wurde Wildnis genannt. Wildnis oder Wüstenei, was sich heute noch in den ungewöhnlichen Ortsnamen der Glückstädter „Vororte“ widerspiegelt.

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Zur Entstehung Glückstadts und seines Namens weiß Wikipedia folgendes:

Glückstadt wurde 1617 von Christian IV. (König von Dänemark und Norwegen und Herzog von Schleswig und Holstein) gegründet, um dem wachsenden Hamburg einen Gegenpol zu bieten. Der Ort sollte eine uneinnehmbare Festungs- und Hafenstadt an der Unterelbe werden. Der Name Glückstadt und die Fortuna im Wappen standen sinnbildlich für diesen Plan: „Dat schall glücken und dat mutt glücken, und denn schall se ok Glückstadt heten!“

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Beherrscht wird das Stadtbild von dem Binnenhafen und seinen zahlreichen, historischen Gebäuden. Ein wenig holländischen Ursprunges mutet die Silhouette der nördlichen Hafen-Bebauung an.

Und da die Welt ja bekanntlich klein ist, habe ich sogar eine alte Bekannte getroffen. De Albertha, der holländische Traditionssegler, mit dem ich auf der Kieler Förde in der Flaute steckte. Die Albertha vor den hübschen Giebeln Glückstadts, die niederländische Illusion nahezu vollendet.

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Der Fährhafen Glückstadts liegt stromabwärts etwas nördlich vom Binnenhafen und dem Stadtkern, einen guten Nachmittags-Spaziergang entfernt. Schon von der Binnenhafenmole aus sieht man die Anlegerbrücke in der Ferne. Der Weg führt vor dem Elbdeich mit schönem Blick auf die Elbe entlang.

Läuft man um den Binnenhafen herum und dann elbaufwärts, entfernen sich Weg und Deich immer weiter vom eigentlichen Elbufer. Man braucht etwas Entdeckergeist um den kleinen Trampelpfad zum Wasser zu finden.

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Die mit Granitsteinen befestigte Uferstelle ist winzig und gut versteckt, die Aussicht grandios. Elbaufwärts schaut man in die Weite, elbabwärts der Blick auf die Binnenhafeneinfahrt.

Gegenüber liegt die unbewohnte, grüne Insel Rhinplatte im Elbstrom und dahinter schemenhaft die dicken Pötte in der Fahrrinne. Und die untergehende Sonne, es sollte ja aufklaren!

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Die Elbe plätscherte sanft an die Steinkante, das Sonnenlicht glitzerte auf der leicht gekräuselten Wasseroberfläche, sonst war kein Laut zu hören, kein Mensch zu sehen. Kennt Ihr das auch, am perfekten Ort zu sein und mal wieder keinen Prosecco, Käse oder Baguette dabei zu haben?

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Aber auch ohne die italienisch-französische Krönung idyllischer Orte, und trotz nur ein paar bummeliger Grad über Null, war die halbe Stunde Sonnenuntergang am Elbstrand ein sommerlich gefühlter Kurzurlaub; für Seele und Sinne.

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Und somit wäre der Beweis erbracht: Glückstadt macht auch im Februar glücklich.

 

Abendspaziergang

Es gibt Tage und es gibt Luxus-Tage. Zu meinen Luxus-Tagen gehören die, an denen ich es geschafft habe, zeitmäßig, motivationstechnisch und wetterbedingt eine Stunde zu laufen.

Unter Laufen verstehe ich allerdings nicht Joggen oder Walken, sondern einfach nur ein etwas zügiges Gehen, so zwei Schritt schneller als Schlendern, ein flotter Spaziergang eben.

Klar, „keine Zeit“ ist die ganz falsche Ausrede, so’n Stündchen sollte sich immer irgendwie in einen Tag einbauen lassen; und sei es „after dinner“. Das Wetter ist Einstellungssache und angemessene Kleidung lässt diese Ausrede auch nicht wirklich zu.

Die größte Hürde aber ist die Motivation, die Überwindung des kleinen, faulen Schweinehundes, der viel lieber aufs Sofa möchte – vor allem nach dem Abendessen.

Dabei habe ich alles, was man so für einen schönen Abendspaziergang braucht, direkt vor der Haustür. Ich muss nicht erst ins Grüne fahren, ich kann gleich loslaufen.

Erst geht’s noch ein paar Schritte die Hauptstraße entlang und dann rechts ab in die Feldmark, der Weg führt hinter einem Binnendeich entlang. Auf dem Deich grasen  Schafe, Kuhweiden auf der anderen Seite.

So halben Weg grast ein Pferdchen, ein weiß-graues Pony, dem ich meist ‘nen Apfel mitnehme (ich kann nicht ohne Füttern…). Es erkennt mich schon von weitem, kommt den Deich hinunter an den Zaun getrabt und bettelt nach dem Leckerli.

Auf der Weide gegenüber steht ein einzelner Baum, dessen Silhouette mich an die so typischen Schirmakazien des südlichen Afrikas erinnert. Auf fast jedem Cover eines Buches über Afrika sind sie abgebildet.

Bei dem Dithmarscher Exemplar muss man sich nur die Kühe wegdenken und das Gras in Braun vorstellen, schon steht man in der Savanne und blickt in die Weite Afrikas. Naja, so eine kleine Spinnerei von mir…

Die zweite Hälfte des Weges öffnet dann den Blick nach Westen und belohnt den Schweinehund mit einem, mal mehr, mal weniger spektakulären Sonnenuntergang. Spätestens hier steht fest, Morgen mache ich wieder einen Abendspaziergang …

…wenn ich Zeit habe, wenn das Wetter schön ist und wenn ich nicht schon vorher am Sofa vorbeigekommen bin…