Watt & Meer Blog-Kalender – September 2019

Upps, wo ist der September geblieben? Ich glaube, so einen davoneilenden Monat hatte ich noch nie.  Bevor ich dazu komme, den zweiten Teil meines Ostsee-Urlaubs zu posten, ist das Kalenderbild schon wieder dran.

Und für den Kalender geht es erst mal nicht an die Ostsee sondern an den Strand von St. Peter Ording.

September

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Reiter mit Hund am Strand von St. Peter Ording

In St. Peter am Strand kann man bei Ebbe nicht nur wunderbar laufen, auch Reiter, Pferd und Hund geniessen die Weite.

Farblich fein auf einander abgestimmt.

 

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Watt & Meer Blog-Kalender – August 2019

Was fällt Euch ganz spontan zu August ein? Sommer, Sonne, Sonnenblumen? Vielleicht auch lachende Kinder am See, am Strand, beim Baden. Sommerferien.

Vielleicht auch Sommergewitter?

Die habe ich besonders aus meiner Kindheit in Erinnerung. Heiße, drückende Sommertage, dann aufziehende Wolkenberge, erst leises Grummeln, noch ganz weit weg. Windstille und plötzlich auffrischender, kalter Wind, erste dicke Regentropfen; dann eine prasselnde Regenwand – Blitz und Donner ganz nah.

 

August 2019

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Sommergewitter am Ostsee-Strand

Nach dem Regen kehrt die Sonne zurück. Die Erde dampft, die Luft ist herrlich kühl und frisch.

So war es auch in diesem August.

 

 

Deichsanierung – Brüten trotz Baggern

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Im Wesselburenerkoog wird der Deich saniert. Der Süd-Deich am Eidersperrwerk. Notwendig geworden ist diese Maßnahme, da immer mehr Risse in der alten Asphaltdecke auftraten und es auch bereits zu Unterspülungen kam.

„Oh-je, was machen dann die Lachmöwen und Seeschwalben, die jedes Jahr am Sperrwerk brüten?“, war mein erster Gedanke, als ich erstmals von dem Projekt hörte.

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Aber Küstenschutz hat oberste Priorität, das ist auch mir klar. Schließlich wohne ich (und andere) kurz hinterm Deich. Für einen sicheren Deich kann man nicht viel Rücksicht auf geschützte Vögel nehmen, dachte ich, auch wenn’s mir irgendwie Leid tat.

Das sehr wohl Rücksicht genommen wird, erklärte uns, einer kleinen Gruppe interessierter Köger und Urlauber, der Bauleiter Herr Bohnewald bei einer Baustellenbesichtigung.

Und das ist eine durchaus spannende Geschichte.

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Schon im Planungsvorfeld wurde die Stress-Toleranz der brütenden Vögel getestet. Man hat tatsächlich schweres Gerät eigens für solche Untersuchungen auf den Deich gebracht.

Bei ca. 150 Metern fühlten sich die Vögel gestört und flogen auf. In diesem Streifen, direkt am Sperrwerk, durfte in den Brutzeit nicht gearbeitet werden.

Darüber hinaus hat man auf der Nordmole mit Aufschüttungen von Steinen und Sand und einer entsprechenden Absperrung ein Ausweichgebiet für die Vögel geschaffen. Das Ergebnis ist bemerkenswert. In den Jahren zuvor wurden so um die 300 Totvögel gezählt, in dieser Saison nur 34.

Ob das nun auf die zusätzlichen Absperrungen am Sperrwerk (es gab immer wieder Besucher, die die Brutkolonie absichtlich aufschreckten) oder durch die generell enspanntere Situation durch mehr Fläche (das Ausweichgebiet wurde gut angenommen) zurückzuführen ist, ist noch nicht geklärt.

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Und es gab auch viele unerschrockene Vögel, die auf Baggern, den Baucontainern oder Schotterbergen ihre Nester anlegten, erzählte uns der Bauleiter schmunzelnd.

Um diese Wagemutigen kümmerte sich ein eigens für das Projekt angestellter Naturschutzexperte vom NABU. Und so ein Möwengelege kann sogar ein paar Stunden un-bebrütetet bleiben, das macht den Eiern nichts.

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Die gesamte Sanierung des Deiches verläuft in Abschnitten. Vom erstmal ausgenommenen Schutzstreifen ausgehen wurde zunächst die alte Decke abgetragen, dann neues Material aufgebracht.

Der Deich wird nur 30 cm höher aber auf der Deichkrone deutlich breiter (4 Meter – als Ausbaureserve) und am Fuß flacher. „Klimadeich“ nennt man dieses neue Profil.

Es werden Kantensteine für die einzelnen Profilsektionen gesetzt, Fließ ausgerollt, seeseitig eine steinerne Deckschicht geschüttet und landseitig offenporiger Mastix-Asphalt aufgebracht.

Der Mastix-Asphalt  ist deutlich unebener als die vorherige Strassenasphaltdecke. Man rechnet damit, dass sich dort Sand einlagert und später Wildkräuter ansiedeln werden. Er also nicht mehr so schwarz sonder eher grün oder braun, je nach Jahreszeit, aussehen wird.

Und jetzt, nach Ende der Brutzeit (man liegt gut im Zeitplan, die seeseitige Deichbefestigung muss vor Beginn der Sturmflutzeit im Herbst fertig sein) stellen die Seevögel die Bauplanung vor eine neue Herausforderung.

Alle Arbeitsschritte müssen jetzt noch im Schutzstreifen vorgenommen werden (Abtrag und Auftrag) und das, ohne den neuen Deich zu befahren. Und ohne die Straße durch das Sperrwerk in der Urlaubszeit komplett zu sperren. Herr Bohnewald verriet uns wieder schmunzelnd, dass man an dem Plan noch feilt.

Die Stein-Deckschicht seeseitig soll im mittleren Bereich nur zu 60% verschlemmt werden, der Deich insgesamt offenporiger werden, um eindringendes Wasser auch wieder ausdringen zu lassen.

Man rechnet damit, dass die Seevögel auch in diesen Bereich, zumal er nicht mehr so ohne weiteres begehbar sein wird, zum Brüten nutzen werden.

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Und genau hier wird die nächste Herausforderung liegen. Damit die kleinen Küken nicht in die verbleibenden Spalten fallen können, ist es vorgesehen, diesen Bereich jedes Jahr (!) vor der Brutsaison dicht zu streuen. Womit und wie weit ist auch noch nicht klar.

Klar ist aber, dass auf die brütenden Seeschwalben und Lachmöwenkolonien sehr viel Rücksicht genommen wird. Ich finde es großartig, wie man hier Naturschutz und notwendige Baumaßnahmen in Einklang bringt.

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Als einziger Wermutstropfen bleibt für mich, dass man bei Flut von der Deichkrone aus den Meeressaum unten an der Steinschüttung nicht mehr direkt sehen können wird und wohl auch kein Treibgut mehr gesammelt werden kann.

Aber irgendwas ist ja immer.

Watt & Meer Blog-Kalender – Juli 2019

Endlich Sommer! Und was für einer! Hitzewelle mit Rekordtemperaturen. Gestern Sondersendung: ARD Brennpunkt zur Hitzewelle. Ja, ihr lieben Medien-Leute: so geht Sommer.
Und ist Euch aufgefallen, was jetzt neben Eis und Selter ebenfalls Hochkonjunktur hat?

 

Juli 2019

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Genau, die Strandmuschel. Überall am Strand, am Badesee, im Schwimmbad sieht man die bunten, sich im Wind blähenden Sommerburgen aus Polyester. Mir scheint’s fast wie die mobile Version des Standkorbes.

Ich besitze übrigens keine Strandmuschel. Ich liebe den Sand, den Wind und die Sonne. So geht Sommer!

Geht Ihr auch lieber ohne Standmuschel an’s Wasser?

Viel Wind am Strand von St. Peter Ording

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Unser Sommerwetter hier oben im Norden ist in diesem Jahr sehr speziell. Erst beutelt uns drückende Hitze ohne auch nur einen Hauch von Luftbewegung und nun ist das Thermometer um ganz 15 Grad gefallen und der Wind pustet wieder ordentlich.

Für den Gartenstuhl oder die Liege eindeutig zu ungemütlich, aber am Strand macht Wind richtig Spaß!

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Strand ohne Wind kann ich mir nicht vorstellen. Zu Wasser, Sand und Wellen gehört für mich auch immer eine ordentliche Portion Wind. Herrlich wie er durch die Haare zaust und die Haut streichelt. Also los, der Wind ist günstig.

Diesmal wollte ich in St. Peter Nord die Strandüberfahrt nutzen, um dort ein Stündchen am Wasser zu Laufen. Aber gleich auf den ersten Metern wurde mir die kräftige Brise zum Verhängnis.

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Der Wind hatte den feinen Mullersand zu kleinen Sandwehen aufgehäuft. In denen bin ich mit dem Auto stecken geblieben. Es ging nicht vor und nicht zurück. Es ging nur tiefer.

Oh man, so ein Mist. Da bleibt einem nur aussteigen und ratlos schauen. Das hat glücklicherweise geklappt.

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Ein paar junge Leute waren so nett und haben mich aus der Wanderdüne geschoben, zurück auf festen Boden. Super, danke nochmal. Und ich muss es ja sicher nicht erwähnen, dass ich keinen zweiten Anlauf genommen habe!

Man kann auch laufen, bis zum Wasser. Ich war ja sowieso zum Laufen hergekommen.

Viel Wind am Strand von St. Peter lockt auch regelmässig die Keitsurfer an. Am Nordstrand wimmelte es nur so von bunten Schirmen, die durch die Luft jagten.

Man wundert sich, dass sie nicht miteinander kollidieren, aber die Jungs (und Mädels natürlich) haben das im Griff.

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Ein paarmal schoss ein dunkler Schatten direkt über mich hinweg. Mein erschrockener Blick nach oben gab allerdings jedesmal Entwarnung.

Wie gesagt, die Jungs haben das im Griff.

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Der Wind am Strand ist ein wahres Multitalent. Er baut sogar Strandburgen. Ihr kennt sie sicher, die geliebten, aber auch gehassten Wälle, die sich einige Urlauber um Ihren Strandkorb schaufeln. Ganz nach dem Motto: My home is my castle.

In St. Peter braucht man nicht zu schippen, da wird die Burg vom Wind gebaut.

Auf dem Rückweg, an der Überfahrt, musste ich mir neidvoll eingestehen, dass alle anderen motorisierten Strandbesucher deutlich geschickter durch die Sandspuren manövrierten als ich.

Mit viel Schwung und immer schön in der Spur bleiben. Es sah ganz einfach aus.

Nein, nicht alle. Einer brauchte auch Hilfe, saß auch fest. Ich gebe zu, irgendwie hat’s mich gefreut zu sehen, dass ich nicht allein so ungeschickt war.

Aber auch dieser Pechvogel bekam sofort Hilfe und ich zum Schluss sogar ein dokumentierendes Foto.

 

WordPress hat auch noch einen Kommentar zu diesem Post:

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Wow, wer hätte das gedacht, als ich im November 2014 diesen Blog startete? Und mein Speicher ist jetzt bei 84% – so langsam muss ich mir was einfallen lassen…

Watt & Meer Blog-Kalender – Mai 2019

Wie erging es Euch mit dem Mai? Mir ist der Mai geradezu weggeflogen. Kam angefangen, ist er schon wieder so gut wie vorbei. Die Natur ist explodiert, obwohl es etwas zu trocken und teilweise zu kalt war.

Mein Garten hat mich, wie jedes Jahr im Mai, gefordert und es blieb nicht viel Freizeit, um auf Fotomotiv-Suche zu gehen. So gibt es für den Mai ein Archivbild:

Mai

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Am Deich, Wesselburenerkoog

Endlich wieder frisches, sattes Grün, milde Temperaturen, blauer Himmel und imposante Wolkenberge. Die Schafe am Deich genießen es – wie jedes Jahr im Mai.

Watt & Meer Blog-Kalender – April 2019

April, April, der macht was er will – sagt man ja so. Und was soll ich sagen? Ich kann mich nicht entscheiden, welches April-Bild ich für meinen Kalender nehmen soll. Also, lasse ich Euch entscheiden. Wir haben zur Auswahl:

April

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A – Wetterkapriolen am Strand von St. Peter Ording
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B – Obstblüte
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C – Tulpen-Pracht

Nun seid Ihr dran: Welches Bild findet Ihr am schönsten für den Monat April:
A, B, oder C?

Ich bin gespannt!

 

10. Mai: Es ist entschieden! Die Wetterkapriolen am Strand von St. Peter Ording und die Obstblüte lieferten sich zunächst ein Kopf an Kopf Rennen, aber dann zog der Strand von St. Peter Ording uneinholbar vorbei.

Das Kalenderbild April werden die Wetterkapriolen am Strand von St. Peter Ording.

Allen Teilnehmern ganz lieben Dank!!

Zwischen zwei Schneeschauern – Sonne tanken in SPO

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Der April macht seinem Motto alle Ehre in diesem Jahr, denn er macht, was er will. Und er will viel, er will alles. Schnee und Frost, Sonne, Wind und Wolken. Der Wettermonat lässt in diesem Jahr aber auch nichts aus.

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Wer ein wenig Sonne tanken mochte, zum Beispiel in Stankt Peter am Strand – genauer gesagt war ich bei der letzten Strandüberfahrt – der muss spontan und optimistisch sein. Mit Schneeflocken bin ich losgefahren und wurde mit herrlichem Sonnenschein und einer glitzernden Nordsee belohnt.

So ein kleines Sonnefenster hat den Vorteil, dass sich noch nicht so viele Besucher am Strand tummeln und man die Weite weitestgehend für sich allein hat. Und trotz bedrohlich dunkler Wolkenfetzen am Horizont blieb ich trocken.

Im Frühjahr sauge ich Sonne wie ein ausgetrockneter Schwamm. Nichts wärmt so wie die ersten Sonnenstrahlen, lässt den immer noch eisigen Ostwind vergessen. Beschwingt laufe ich mir die Winterträgheit aus den Knochen. Jeder Schitt, jeder Atemzug macht glücklich.

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Auf der Heimfahrt fiel tatsächlich wieder etwas Schnee. Aber die Wetterexperten haben uns versprochen, dass nun Geschichte ist mit Winter und wir uns auf ein warmes, sonniges Ostern freuen dürfen.

Also dann, sonnige Ostern und fahrt auch mal ans Wasser!

 

 

Watt & Meer Blog-Kalender – März 2019

Der März steht für Frühling, für erstes Grün, erste zweistellige Temperaturen, Vogelzwitschern,  Krokus-Bunt und leuchtende Osterglocken in den Gärten.

Und auch auf unseren Deichen sind die Frühlingsboten zu beobachten.

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Lamm am Deich – Katinger Watt

Die Lämmer sind zur Zeit die Attraktion auf unseren Wiesen und Deichen hier oben an der Westküste. Nicht selten unterbrechen Gäste ihren Frühlings-Ausflug spontan, halten an und dann hört man das verzückte „Schau, wie süss!“. Und das sind sie auch!

 

Fundstücke – von Urlaub, Freundschaft und Bratlingen

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Es ist ja nicht so, dass ich nicht in den Urlaub fahre. Aber ich muss schon feststellen, dass ich in den letzten Jahren eher selten im Urlaub war.

Schließlich lebe ich da, wo andere Urlaub machen, habe St. Peter Ording, das Watt und die Nordsee vor der Tür und genieße dieses Glück in vollen Zügen.

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Vielleicht ist deswegen meine Sehnsucht nach Badeferien am Mittelmeer oder Wanderwochen in den Bergen nicht sehr ausgeprägt. Aber es gibt schon Sehnsüchte, die sofort wieder einsetzen, sobald ich auf dem Heimweg bin.

Zum Beispiel auf der Fähre von Helgoland (ich bin bekennend Helgoland-verliebt) oder beim Packen nach einer Woche Dänemark.

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Mein allererster Dänemarkurlaub liegt Jahrzehnte zurück. Mit einer Clique Freunden über Sylvester. Zwei Häuser mussten wir mieten, so viele waren wir. Dann gab es ein paar Jahre ohne Dänemark und schließlich habe ich es für die Winterzeit neu entdeckt.

Nicht mit dem Partner, nicht in der Gruppe, sondern mit der besten Freundin. Das Haus in den Dünen, leere Strände und die Freundin – meine perfekte Urlaubskonstellation.

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Ich glaube, für Dänemark im Winter muss man entweder frisch verliebt sein oder eben mit der allerbeste Freundin anreisen (vielleicht geht auch allein, aber das habe ich noch nicht probiert).

Wer im Winter an die See fährt, wird wenig Unterhaltung oder Abwechslung finden.

Im Winter an der See sind die eigenen Sinne gefragt. Sich öffnen für den Zauber des Meeres. Für das Rauschen der Wellen, das Schreien der Möwen aber auch für die Stille. Für den salzigen Geschmack auf den gischt-nassen Lippen, für dem Geruch des Meeres.

Für die kleinen Dinge, für Weite, Licht und auch mal Sternenhimmel.

Einen Regenbogen entdecken und zusammen bestaunen, gemeinsam über den Hund lachen, der mit Stock und Schaum kämpft, mit kindlicher Freude die eigenen kleinen Standfunde bewundern lassen, miteinander der untergehenden Sonne nachschauen.

Eine wirklich gute Freundin ist eine Kostbarkeit, ein Geschenk, das man sich nicht suchen, aber das man finden kann.

Vor fast 20 Jahren sind wir das erste Mal an die dänische Westküste gefahren. Unsere „weißt-du-noch-Liste“ ist mittlerweile ganz schön lang geworden.

Und wenn wir wieder zusammen am Strand laufen, ist das ein Gefühl, als wäre der erste Urlaub erst gestern gewesen.

Dänisches Weißbrot und Makrelensalat zum Frühstück, frisch gebackene Pancakes mit Blaubeermarmelade zum Cappuccino und gemeinsames Kochen am Abend. Wir haben so über die Jahre unsere Rituale entwickelt, als würden wir schon immer zusammenleben.

Wir bringen uns gegenseitig Tulpen mit und stellen beide Sträuße in eine Vase, essen am ersten Abend Muscheln mit Käsesoße aber probieren auch mal Neues. Jetzt im Februar war es ein Rezept, das die Freundin gefunden hatte.

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Nicht im Netz oder in einem Kochbuch sondern auf einem Schmierzettel, der irgendwo vergessen wurde. Auch so ein Fundstück. Was liegt also näher, als die Bratlinge des gefundenen Rezeptes „Fundstücke“ zu nennen und an einem Abend „Fundstücke mit Ingwer-Möhren“ auszuprobieren.

Für die „Fundstücke“ baucht Ihr

3 Möhren
250 g kernige Haferflocken
250 g Kräuterquark
2 rote Zwiebeln
175g geriebenen Emmentaler
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Päckchen TK Gartenkräuter
3 Eier
1 Tl. Salz, etwas Pfeffer

Die Möhren raspeln, die Zwiebeln klein schneiden und alle Zutaten in eine große Schüssel geben. Nun mit angefeuchteten Händen beherzt vermengen und die Masse 2 Stunden stehen lassen. Die Haferflocken sollen schön durchweichen. Anschließend nicht zu große Bratlinge formen und in einer Pfanne auf beiden Seiten goldbraun braten.

(Diese Fundstücke machen sehr satt und die Menge reicht locker für 4 Personen. Was übrig bleibt, schmeckt am nächsten Tage auch kalt aus der Hand genascht.)

Ingwer-Möhren

1 Bund Möhren
2 El. braunen Zucker
Butter
1 Orange
1 Stück Ingwer

Die Möhren putzen und in Scheiben schneiden. In einem Topf Butter schmelzen und den braunen Zucker in der Butter karamellisieren. Die Möhrenscheiben hinzugeben, gut mit der Karamellmasse verrühren und etwas andünsten lassen. Eine Tasse Wasser dazugeben und die Möhren weichschmoren.

Anschließend den Saft von der Orange angießen und das Stück Ingwer hineinreiben. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Noch ein schönes Glas Prosecco dazu (wer mag, kann sich noch einen Quark-Dip anrühren oder einen grünen Salat anmachen) und das Abendessen ist perfekt.

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„Und nachher schauen wir noch mal, ob da draußen das Meer noch rauscht und die Sterne wieder funkeln, ja?“ Mit einer besten Feundin ist man sich sofort einig.