Blätter, Blätter, Blätter

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Ein Blick aus dem Fenster genügt, es steht fest und ist nicht mehr zu leugnen: der Herbst ist da. Was für viele die schönste Jahreszeit von allen ist, eine Mischung aus Farbenpracht, Melancholie und Stille, will mich in diesem Jahr so gar nicht begeistern.Ich mag den Herbst eigentlich sehr,  nur in diesem Jahr nicht.

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Der Sommer war spät und lang, der Herbst kam so plötzlich. Ich schwelge noch gedanklich in der Sommersonne, in den langen Abenden vor der Tür, in der lauen Spätsommerluft und in den sternenklaren Augustnächten. Und plötzlich fallen das Thermometer und das Laub.

Das Laub fällt, von oben nach unten, ein Blatt nach dem anderen, begräbt den grünen Rasen, die Beete, Wege und Pflanzen unter sich. In dicken Schichten und kein noch so winziger Herbststurm will mir helfen… Ein seltsamer Herbst, dieser Herbst ohne Wind.

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Und nun fegen und harken wir, riesige Berge von Laub, schreddern und türmen das ehemals grüne Sommerkleid unter Bäumen und Büschen und ein Blick nach oben sagt mir, da ist noch lange kein Ende in Sicht. Ein mühsamer Herbst, dieser Herbst.

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Die goldenen Farben des Herbstes, die Romantik der ersten Frühnebel, das warme Licht der tiefstehenden Sonne, das lange Schatten wirft, der Herbstspaziergang im Wald, all das kann mich in diesem Jahr nicht locken. Ich harke Blätter, in diesem Herbst. Und trauere dem Sommer nach.

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Aber irgendwann wird das letzte Blatt gefegt sein oder sich unter dem Weiß des ersten Schnees verstecken und dann werde wohl auch ich in der Jahreszeit angekommen sein – und meinen ersten Winterspaziergang genießen.

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Schnittlauch

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Maren vom Blog Von Orten und Menschen  inspirierte mich zu diesem Beitrag über dem Lavendel des Nordes, den Schnittlauch. Dass es im Süden Hamburgs tatsächlich Schnittlauchfelder gibt, die so violett leuchten wie der Lavendel in Südfrankreich, war auch mir nicht bekannt. Dass diese, wunderbar leuchtenden Schnittlauchblüten ganz herrlich frisch nach Schnittlauch schmecken, schon.

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Wem der Schnittlauch mal ins Kraut geschossen ist – wie Maren so schön formulierte – der zupft die Blütenbällchen auseinander und streut sich die violetten Teilchen aufs Quarkbrot oder über den Salat. Das sieht toll aus und schmeckt fast noch besser als der grüne Schnittlauch.

Aber auch die grünen Stängel sind etwas Feines. Ich habe zwei Salatrezepte, die Schnittlauch-Fans so richtig schön in Schnittlauch schwelgen lassen. Denn Schnittlauch schmeckt nicht nur auf Rührei…

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Ein ganz herrliches Rezept für heiße Tage, schnell gemacht, gut vorzubereiten und unheimlich lecker:

Blumenkohlsalat

1 Blumenkohl

1 bis 2 Päckchen Katenschinkenwürfel (a 200g)

500 ml Jogurt-Soße (ich nehme Sylter Soße)

Ganz viel Schnittlauch

Den Blumenkohl in Salzwasser kochen, abkühlen lassen, in kleine Stückchen schneiden und in eine Schüssel geben. Die Katenschinkenwürfel über dem Blumenkohl verteilen und die Jogurt-Soße über den Schinken gießen. Die Schüssel etwas schütteln, damit die Soße schön zwischen den Blumenkohl läuft (es wird geschüttelt, nicht gerührt!).

Auf die Soßenschicht so viel Schnittlauch verteilen, bis man keine Soße mehr sieht. Den Salat kalt stellen und auch schön kalt genießen. Wir essen diesen Salat als Hauptgericht.

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Vielleicht  eine gewagte Kombination aber auch überraschend lecker ist dieser Salat:

Tomaten – Bananen – Salat

 4 Tomaten auf 1 Banane

Vinaigrette aus Balsamico, Öl, Salz, Pfeffer

Schnittlauch

grober Pfeffer aus der Mühle

Die Tomaten in Scheiben schneiden und mit der Vinaigrette vermischen. Durchziehen lassen. Kurz vor dem Verzehr die Bananen in Scheiben schneiden und mit den Schnittlauchröllchen unter die Tomaten heben. Noch mal kurz ziehen lassen. Etwas groben Pfeffer aus der Mühle drübermahlen. Dieser Salat ist toll zum Grillen oder einfach nur mal so.

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Ich wurde mal gefragt, was ich mit meinem Schnittlauch mache, damit er so schöne dicke Stängel bekommt. Das ist der gute Marschboden, da war ich mir sicher.

Hier sollte jetzt ein Foto vom Terrassen-Schnittlauch erscheinen,
aber da war jemand schneller und hat ihn weggehäckselt.

Später fiel mir auf, dass Schnittlauch in gleicher Dicke auch aus den Fugen meiner Terrasse wächst und da ist nur Kies drunter. Dann wird‘s wohl eher die gute Nordsee-Luft sein…?!

 

 

SnapShots : Einfach Bunt

 

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Nach all dem Grau (der Gänse…) lasse ich jetzt mal wieder Farbe herein – mit der Fotoausbeute eines Streifzuges durch den Garten.

Einfach weil es schön ist, weil es fröhlich macht, glücklich, die Seele leicht, und weil es das Herz öffnet. Weil die Natur es so will; weil ihr Bunt so viel Zuversicht und Lebensfreude schenkt.

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Eine Sonnenblüte umtanzt von kleinen blauen Glöckchen, strahlend und leicht, das Glück eines Augenblickes.

 

 

SnapShots – Schneeglöckchen meets Krokus

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Man liesst es schon überall, der Vorfrühling neigt sich dem Ende zu, der Frühling steht in den Startlöchern, der Winter hat verlohren…

Ich war da ja noch immer etwas zögerlich mit meiner Vorfreude, aber am letzten Wochenende hat die Sonne, wenn auch noch bei recht geringen einstelligen Temperaturen, auch mich in frühlingshafte Stimmung versetzt.

Jetzt, fast Mitte März, blühen bei mir die Schneeglöckchen zwar noch, aber die Krokusse  sind auch schon raus und leuchten in ihrem fröhlichen Lila in der Sonne.

Und wie in jedem Jahr, merkt man bei den ersten schönen Gartentagen erst richtig, wie sehr man Farbe und Sonne vermisst hat.

Also lasst uns ein wenig im ersten Garten-Bunt schwelgen und uns nun endlich auf Frühling freuen!

 

SnapShots – 2015’er Restposten (2)

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Weiter geht’s mit den Schnappschüssen aus 2015, die es in keinen Beitrag geschafft haben.

Auch wenn es bereits im vorfrühlingshaften Garten schon wieder sprießt – die Winterlinge und Schneeglöckchen aus dem letzten Jahr, die, wie jedes Jahr, um die erste Farbe im Garten wetteiferten.

Der Winterling

Der Winterling,
der Winterling,
der blüht im Winter,
mittendrin.

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In Sonnengelb
erstrahlt er keck,
denkt sich den Winter
einfach weg.

Schneeglöckchen-weiß
will er nicht sein.
Auch nicht so zierlich,
nicht so klein.

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Will leuchten, glänzen,
gelb und prall.
Will Schönster sein;
auf jeden Fall!

Das Glöckchen hört’s,
erwidert schlicht:
Schön bin auch ich,
Du Mondgesicht!

Das war mein erstes Gedicht.


Erderwärmung, Klimawandel, zu kalte Sommer, zu warme Winter. Die eine oder andere Pflanze mag das im letzten Jahr durcheinander gebracht haben.

Eine Amaryllis blühte schon im August…

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… die Primeln und Rosen noch im Dezember.

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Wie gesagt, der eine früher, der andere später.

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Und habt Ihr schon mal vom selbstaussäenden Garten gehört? Ich scheine so einen zu haben und staune immer wieder. Platz ist ja bekanntlich in der kleinsten Hütte, oder auch Dachrinne – wenn’s ab und an mal regnet.

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Wo wir gerade bei seltsamen Orten sind, so einen Hort sollte man vor jedem Deko-Laden einrichten; vor Schuhgeschäften vielleicht auch.

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Und das war mein erstes „Selvie“. Bei Sonnenschein im Sommergarten.

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Ich hoffe, es hat soweit Spaß gemacht! Eine Fortsetzung hab‘ ich noch.

SnapShots – Winterlicher Futterplatz

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Seit ein paar Jahren lebt ein Wacholderdrossel-Pärchen bei mir im Garten (ich hatte schon mal berichtet: Wacholderdrosseln), brütet auch jedes Jahr und kommt im Winter zum Futtern. So auch in diesem Winter.

Ich mag sie gern, diese gesprenkelte Drossel-Art und freue mich immer sehr, wenn sie meine ausgelegten Äpfel verspeisen. Äpfel für die Vögel gibt es bei mir bereits aufgeschnitten, denn sie scheinen die Schale nicht zu mögen.

Wie akribisch sie das Fruchtfleisch auspicken und die halbrunde Schale unversehrt liegenlassen. Zurück bleiben lauter kleine, leere Apfel-Schüsselchen.

Natürlich kommen auch andere Drosseln, die sich bei gefrorenem Boden an die reichlich ausgelegten Apfelleckerbissen machen. Und da muss ich immer wieder feststellen, wie unsozial die Wacholderdrossel ist.

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Während alle anderen friedlich nebeneinander je einen Apfel auspicken (würden), ist sie viel eher damit beschäftigt, jeden hungrigen Artgenossen zu vertreiben. In Kampf-Haltung, aufgeplustert und mit erhobenem Schwanz (gerade so, wie es eine Katze macht…) jagt sie alles, was sich „ihrem“ Futterplatz nähert, davon.

Die Meisen, Finken und Spatzen dagegen, stehen mehr auf Körner und belagern die Futterschalen. Während so’n Spatz gleich vom Topf speist und dabei ’ne Menge über die Kante wirft (ist das jetzt besonders sozial? – für die Artgenossen am Boden?) holt sich die Meise Korn für Korn, fliegt zurück auf einen Ast und pickert es dort auf.

Und natürlich bleibt so ein Futterplatz nicht lange unbeobachtet. Meine alte Dame, die Mama Motte, würde wohl für ihr Leben gern einen kleinen Piepmatz fangen…

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… aber, sehr zu ihrem Leidwesen, können die Vögel ja fliegen und sitzen nach ihrem Mahl hoch oben in den Bäumen,…

…schön sonnig und sicher. Gratis-Eis inbegriffen!  „Ach, könnte man doch auch fliegen!“

 

Kleines Wintermärchen

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Väterchen Frost und Nebelwetter zauberten uns letzte Woche hier oben an der Küste ein kleines Wintermärchen. Weißer Reif umhüllte jeden Zweig, jeden Grashalm, jeden, vom Herbst übriggebliebenen Spinnenfaden.

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Bei absoluter Windstille wuchsen die Eiskristalle zu einer dicken, glitzernden Ummantelung, dünne Zweige neigten sich bereits sanft unter ihrer Eis-Last.

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Wie wundervoll filigran die Natur doch den Baum geschaffen hat. Jedes noch so dünne, unscheinbare Ästchen verwandelte der Raureif in einen gewichtigen Teil seines Gesamtkunstwerkes.

Zwei Tage durfte ich meinen verzauberten Wintergarten geniessen, dann stiegen die Minusgrade, kam Wind auf und es schneite die ganze Nacht –

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nicht vom Himmel, nicht aus den Wolken – es schneite aus den Bäumen und Sträucher.

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Am nächsten Morgen war alles vorbei, als wäre nichts gewesen, als hätte der Winter mir nur ein Märchen erzählt.

SnapShots – Futtersaison eröffnet?

Die Tage werden kürzen, die Nächte kälter. Diese Vorboten des bevorstehenden Winters haben die Vögel auf meinem Hof schon längst erkannt. Immer wieder fliegen Sie die alten Futterstellen an und schauen nach, ob nun endlich etwas angekommen ist; ob die Futtersaison eröffnet wurde.

Die kleine Maise weiß genau, dass an diesem Hacken was Leckeres hängen sollte.

Den ganzen Sommer über waren das Futterhäuschen und die Bäume, in denen die Maisenknödel im Winter hängen, nicht besonders interessant. Doch jetzt kann man tatsächlich beobachten, wie die Vögel ihre Futterplätze regelmäßig inspizieren.

Schon im Oktober zu Füttern finde ich eigentlich viel zu früh, aber die Piepmätze haben mich erweicht. Zumal das Vogelfutter in den Supermärkten neben weihnachtlichen Spekulatius- und Lebkuchenaufstellern bereits Einzug gehalten hat. Also habe ich die ersten Knödel aufgehängt.

Die Spatzen hatten das natürlich sofort spitz, auch wenn die Sache sich noch recht mühsam gestaltet. Am Knödel zu hängen und zu futtern ist nicht so Ihr Ding, aber irgendwie muss man doch daran kommen!

Vielleicht von oben, vielleicht von unten?

Ein deutlich besserer Plan muss her.

So von der Seite, den Knödel schnappen und heranziehen. Das könnte was werden. Wenn der Knödel nur nicht immer wieder abhauen würde…

Maisen-Knödel sind einfach frustrierend, jedenfalls für Spatzen. Aber bis zum wirklichen Wintereinbruch haben sie ja noch Zeit zum Üben.

Goldener Herbst

Was ist eigentlich schön am Herbst, fragt man sich so dieser Tage beim Blick aus dem Fenster. Verwelkende Blätter glänzen im Nebeltau, viele schon am Boden liegend, viele noch an den Zweigen der Bäume.

Letzte gedämpfte Farbtupfer der Herbstastern finden sich im Garten, die Hortensien sind verblasst und trocknen langsam ein. Über allem schwebt der Mantel der Vergänglichkeit.

Doch sobald sich die Sonne durch die Nebelschwaden oder Wolken schiebt ist es klar, was den Herbst ausmacht. Das gefärbte Laub, in all seinen Gelb- und Rotschattierungen, leuchtet im Sonnenlicht.

Ein Sonnenlicht, wie nur der Herbst es hervorbringen kann. Ganz harmonisch und weich taucht die Herbstsonne die Landschaft in einen goldähnlichen Glanz. Dieser Anblick erweckt in uns ein zufriedenes, warmes Gefühl.

Als würde uns der goldene Herbst auf die kalten, langen Winterabende vorbereiten wollen. Schon mal die innere Uhr auf Gemütlichkeit umstellen. Auf Kaminfeuer, Kerzenschein und Apfelduft.

Henri de Toulouse-Lautrec (1864 – 1901)

Der Herbst ist der Frühling des Winters.

Eine schöne Sichtweise, finde ich. So wie der Frühling der Vorbote des Sommers ist, so kündigt uns der Herbst den Winter an. Die schönen, goldenen Herbsttage erwecken Vorfreude auf den Winter, so wie das nahende Ende des Winters uns auf den Frühling freuen lässt, und der Frühling dann Freude auf den Sommer macht.

Nur am Ende des Sommers habe ich mich noch nie auf den Herbst gefreut. Nicht mal auf einen goldenen… Darauf freut man sich nicht, darauf hofft man eher.

Dithmarscher Kohltage

Der Kohlanbau gehört zu Dithmarschen wie das Salz in die Nordseeluft. Das liegt an dem guten Marschboden hier bei uns. Der Marschboden eignet sich besonders gut für Kohlanbau und so kann man zurzeit weitläufige Kohlfelder in den Dithmarscher Marschgebieten bestaunen.

Auch wenn der Kohl deutlich überwiegt, wird in der Marsch auch viel Gemüse angebaut. Felder von Möhren, Kohlrabi, Sellerie, Rote Beete, Porree oder Erbsen. Besonders die Erbsenfelder hatten mich, als ich nach Dithmarschen kam, fasziniert. Erbsenanbau kannte ich natürlich aus „Opa’s Garten“ – so zwei Reihen – ein ganzes Feld voller Erbsen hatte ich noch nicht gesehen.

Aber nicht nur der Boden macht die Marsch zur Gemüsekammer, auch die Nähe zur Nordsee ist beim Kohl- und Gemüseanbau hilfreich. Der fast nie versiegende, frische Nordseewind vertreibt die „Schädlinge“, die sich sonst so gerne an unserem Gemüse bedienen. Und irgendwie schmeckt das frische „Marschgemüse“ auch besonders intensiv (oder bilde ich mir das nur ein…?).

Der Kohlanschnitt, offizieller Begin der Kohlernte, wird seit Jahren im Rahmen der Dithmarscher Kohltage gefeiert und dann dreht sich alles um den Kohl – vor allem kulinarisch. Für einge ist Kohl ja immer noch das „übelriechende“ Armeleute-Essen; wie lecker Kohl jedoch daherkommen kann, lässt sich während der Kohltage in vielen teilnehmenden Gaststätten erfahren.

Mein Kohl-Favorit ist der Dithmarscher Kohlpudding. Traditionell in einer (Kohl-)Pudding-Form im Wasserbad zubereitet, kann man ihn aber auch in einer runden Auflaufform mit Deckel machen. Kohlpudding erinnert geschmacklich sehr an Kohlrouladen, ist aber deutlich simpler zu realisieren. Man spart das Blanchieren der Kohlkopfs (der sowieso in keinen Topf passt…) und das Wickeln.

Meinen Kohlpudding mache ich so:

Einen schönen Weißkohl-Kopf in dreieckige Stücke schneiden und in Salzwasser etwas weich kochen.

Das Hack (gute 800g) wie gewohnt (mit Ei, Salz, Pfeffer, Semmel, usw.…) anmachen.

Die Kohlblätter und das fertige Hack abwechselnd in eine Auflaufform (mit Deckel) schichten und bei 200 Grad ’ne Stunde in den Ofen. Dann nochmal ’ne halbe Stunde bei 180 Grad ohne Deckel weitergaren.

Aus dem Kohlwasser, etwas Speck, Zwiebeln und kleinen Kohlstückchen eine Soße „zaubern“.

Das ist lecker und gesund!

Der gesunde Kohl ist im Kohlosseums (Kohl-Museum, Krautwerksatt und Bauernmarkt im historischen Gebäude der alten Sauerkrautfabrik in Wesselburen) Programm. Neben Bio-Natursauerkraut und Sauerkrautsaft – alles in Handarbeit hergestellt – gibt es, man darf staunen, auch Kohl-Salbe und Kohl-Shampoo.

Und auf dem Meldorfer Kohlmarkt habe ich sogar einen Stand mit Rotkohl-Eis gesehen, es aber nicht probiert, muss ich gestehen. Das war mir dann doch zu gewagt…

Wer die Kohltage in diesem Jahr verpasst hat, darf sich auf die 30. Dithmarscher Kohltage vom 20. bis 25. September in 2016 freuen.