SnapShots – es sieht nach Frühling aus

DSC_0889_klein

Schneeglöckchen, Krokusse und die Märzbecher sind untrügliche Zeichen für den Frühlingsbeginn. Offene Krokusblütenkelche und die ersten warmen Sonnenstrahlen tun so gut nach dem langen, tristen Grau des Winters.

Die Vögel zwitschern wieder und die Tage werden merklich länger; man könnte sagen, wir haben es geschafft: der Winter ist Geschichte, der Frühling steht vor der Tür!

Ach, ist das herrlich!

Werbeanzeigen

2016‘er Fundstücke – Schaf, Rosen und Meer

31948225153_1348171ea3_o

Das Haus Peters in Tetenbüll auf Eiderstedt, der ehemalige Kolonialwarenladen, ist heute Museum und Galerie. Im letzten Jahr war ich gleich zweimal dort, einmal im April und dann zu dem „Schaf, Rosen und Meer“- Wochenende im Juni; ein Wochenende mit Verkauf von Rosenablegern und Kunsthandwerk.

32638754831_345edf5c47_z

Der Juni-Besuch hatte es nicht in den Blog geschafft, das ist schade, denn gerade im Juni blüht der Haus-Peters-Bauergarten in voller Rosenpracht. Und jetzt im grauen Februar tut Farbe ja so gut und lässt die Vorfreude auf Frühjahr und Sommer wachsen.

Die Rosen, die Töpferarbeiten und das musikalische Duo Vilou – so bunt ist Sommer.

32608826152_ff72211982_z

Das Haus Peters Programm für 2017 ist auch schon geschrieben. Hier ein kleiner Auszug:

  • 24./25.6. „Schaf, Rosen und Meer“- Wochenende mit Verkauf von Rosenablegern und Kunsthandwerk
    Verkauf von Ablegern der historischen Rosen aus dem Bauerngarten, Wissenswertes, Schönes und Köstliches rund um die Rose, …
  • 12./13.8. Buntes Sommerwochenende mit Kunsthandwerk
    Silberschmuck, Keramik, Gartenkeramik, Filzarbeiten, Mode, Altes Leinen, Schmuck, Weidenarbeiten, … Musik: Vilou (13.8.)
  • 7. Oktober bis 25. Februar 2018: Ausstellung von Ole West

Blätter, Blätter, Blätter

30614818542_b449233d60_o

Ein Blick aus dem Fenster genügt, es steht fest und ist nicht mehr zu leugnen: der Herbst ist da. Was für viele die schönste Jahreszeit von allen ist, eine Mischung aus Farbenpracht, Melancholie und Stille, will mich in diesem Jahr so gar nicht begeistern.Ich mag den Herbst eigentlich sehr,  nur in diesem Jahr nicht.

30644928271_0f6fc7e5a7_z
Der Sommer war spät und lang, der Herbst kam so plötzlich. Ich schwelge noch gedanklich in der Sommersonne, in den langen Abenden vor der Tür, in der lauen Spätsommerluft und in den sternenklaren Augustnächten. Und plötzlich fallen das Thermometer und das Laub.

Das Laub fällt, von oben nach unten, ein Blatt nach dem anderen, begräbt den grünen Rasen, die Beete, Wege und Pflanzen unter sich. In dicken Schichten und kein noch so winziger Herbststurm will mir helfen… Ein seltsamer Herbst, dieser Herbst ohne Wind.

30731653985_4636d88811_z

Und nun fegen und harken wir, riesige Berge von Laub, schreddern und türmen das ehemals grüne Sommerkleid unter Bäumen und Büschen und ein Blick nach oben sagt mir, da ist noch lange kein Ende in Sicht. Ein mühsamer Herbst, dieser Herbst.

30645134811_58d89ce4ed_z
Die goldenen Farben des Herbstes, die Romantik der ersten Frühnebel, das warme Licht der tiefstehenden Sonne, das lange Schatten wirft, der Herbstspaziergang im Wald, all das kann mich in diesem Jahr nicht locken. Ich harke Blätter, in diesem Herbst. Und trauere dem Sommer nach.

30099964024_fe91a1aa72_z
Aber irgendwann wird das letzte Blatt gefegt sein oder sich unter dem Weiß des ersten Schnees verstecken und dann werde wohl auch ich in der Jahreszeit angekommen sein – und meinen ersten Winterspaziergang genießen.

Schnittlauch

26966601253_05893d75a4_o

Maren vom Blog Von Orten und Menschen  inspirierte mich zu diesem Beitrag über dem Lavendel des Nordes, den Schnittlauch. Dass es im Süden Hamburgs tatsächlich Schnittlauchfelder gibt, die so violett leuchten wie der Lavendel in Südfrankreich, war auch mir nicht bekannt. Dass diese, wunderbar leuchtenden Schnittlauchblüten ganz herrlich frisch nach Schnittlauch schmecken, schon.

27496690501_1605704b19_z

Wem der Schnittlauch mal ins Kraut geschossen ist – wie Maren so schön formulierte – der zupft die Blütenbällchen auseinander und streut sich die violetten Teilchen aufs Quarkbrot oder über den Salat. Das sieht toll aus und schmeckt fast noch besser als der grüne Schnittlauch.

Aber auch die grünen Stängel sind etwas Feines. Ich habe zwei Salatrezepte, die Schnittlauch-Fans so richtig schön in Schnittlauch schwelgen lassen. Denn Schnittlauch schmeckt nicht nur auf Rührei…

27289451860_4806beacd4_z

Ein ganz herrliches Rezept für heiße Tage, schnell gemacht, gut vorzubereiten und unheimlich lecker:

Blumenkohlsalat

1 Blumenkohl

1 bis 2 Päckchen Katenschinkenwürfel (a 200g)

500 ml Jogurt-Soße (ich nehme Sylter Soße)

Ganz viel Schnittlauch

Den Blumenkohl in Salzwasser kochen, abkühlen lassen, in kleine Stückchen schneiden und in eine Schüssel geben. Die Katenschinkenwürfel über dem Blumenkohl verteilen und die Jogurt-Soße über den Schinken gießen. Die Schüssel etwas schütteln, damit die Soße schön zwischen den Blumenkohl läuft (es wird geschüttelt, nicht gerührt!).

Auf die Soßenschicht so viel Schnittlauch verteilen, bis man keine Soße mehr sieht. Den Salat kalt stellen und auch schön kalt genießen. Wir essen diesen Salat als Hauptgericht.

26956468874_bcf76eb7fc_z

Vielleicht  eine gewagte Kombination aber auch überraschend lecker ist dieser Salat:

Tomaten – Bananen – Salat

 4 Tomaten auf 1 Banane

Vinaigrette aus Balsamico, Öl, Salz, Pfeffer

Schnittlauch

grober Pfeffer aus der Mühle

Die Tomaten in Scheiben schneiden und mit der Vinaigrette vermischen. Durchziehen lassen. Kurz vor dem Verzehr die Bananen in Scheiben schneiden und mit den Schnittlauchröllchen unter die Tomaten heben. Noch mal kurz ziehen lassen. Etwas groben Pfeffer aus der Mühle drübermahlen. Dieser Salat ist toll zum Grillen oder einfach nur mal so.

27532395106_c32c295eca_z

Ich wurde mal gefragt, was ich mit meinem Schnittlauch mache, damit er so schöne dicke Stängel bekommt. Das ist der gute Marschboden, da war ich mir sicher.

Hier sollte jetzt ein Foto vom Terrassen-Schnittlauch erscheinen,
aber da war jemand schneller und hat ihn weggehäckselt.

Später fiel mir auf, dass Schnittlauch in gleicher Dicke auch aus den Fugen meiner Terrasse wächst und da ist nur Kies drunter. Dann wird‘s wohl eher die gute Nordsee-Luft sein…?!

 

 

SnapShots : Einfach Bunt

 

26590141103_65467d9167_o

Nach all dem Grau (der Gänse…) lasse ich jetzt mal wieder Farbe herein – mit der Fotoausbeute eines Streifzuges durch den Garten.

Einfach weil es schön ist, weil es fröhlich macht, glücklich, die Seele leicht, und weil es das Herz öffnet. Weil die Natur es so will; weil ihr Bunt so viel Zuversicht und Lebensfreude schenkt.

26381975364_72f986f0d7_z

Eine Sonnenblüte umtanzt von kleinen blauen Glöckchen, strahlend und leicht, das Glück eines Augenblickes.

 

 

SnapShots – Schneeglöckchen meets Krokus

25178257674_80f7eb7bb6_o

Man liesst es schon überall, der Vorfrühling neigt sich dem Ende zu, der Frühling steht in den Startlöchern, der Winter hat verlohren…

Ich war da ja noch immer etwas zögerlich mit meiner Vorfreude, aber am letzten Wochenende hat die Sonne, wenn auch noch bei recht geringen einstelligen Temperaturen, auch mich in frühlingshafte Stimmung versetzt.

Jetzt, fast Mitte März, blühen bei mir die Schneeglöckchen zwar noch, aber die Krokusse  sind auch schon raus und leuchten in ihrem fröhlichen Lila in der Sonne.

Und wie in jedem Jahr, merkt man bei den ersten schönen Gartentagen erst richtig, wie sehr man Farbe und Sonne vermisst hat.

Also lasst uns ein wenig im ersten Garten-Bunt schwelgen und uns nun endlich auf Frühling freuen!

 

SnapShots – 2015’er Restposten (2)

24496095353_b2e9e3c9cf_o

Weiter geht’s mit den Schnappschüssen aus 2015, die es in keinen Beitrag geschafft haben.

Auch wenn es bereits im vorfrühlingshaften Garten schon wieder sprießt – die Winterlinge und Schneeglöckchen aus dem letzten Jahr, die, wie jedes Jahr, um die erste Farbe im Garten wetteiferten.

Der Winterling

Der Winterling,
der Winterling,
der blüht im Winter,
mittendrin.

24350735283_841bb3ec00

In Sonnengelb
erstrahlt er keck,
denkt sich den Winter
einfach weg.

Schneeglöckchen-weiß
will er nicht sein.
Auch nicht so zierlich,
nicht so klein.

24883383321_fe99dc9390

Will leuchten, glänzen,
gelb und prall.
Will Schönster sein;
auf jeden Fall!

Das Glöckchen hört’s,
erwidert schlicht:
Schön bin auch ich,
Du Mondgesicht!

Das war mein erstes Gedicht.


Erderwärmung, Klimawandel, zu kalte Sommer, zu warme Winter. Die eine oder andere Pflanze mag das im letzten Jahr durcheinander gebracht haben.

Eine Amaryllis blühte schon im August…

24950451496_616687aaf9_z

… die Primeln und Rosen noch im Dezember.

25037850976_760da59958_z

Wie gesagt, der eine früher, der andere später.

24609771679_67acb059ee

Und habt Ihr schon mal vom selbstaussäenden Garten gehört? Ich scheine so einen zu haben und staune immer wieder. Platz ist ja bekanntlich in der kleinsten Hütte, oder auch Dachrinne – wenn’s ab und an mal regnet.

24346932164_57f7fa5268

Wo wir gerade bei seltsamen Orten sind, so einen Hort sollte man vor jedem Deko-Laden einrichten; vor Schuhgeschäften vielleicht auch.

24951910526_016df7ff3a

Und das war mein erstes „Selvie“. Bei Sonnenschein im Sommergarten.

24346214034_b0bbbce810

Ich hoffe, es hat soweit Spaß gemacht! Eine Fortsetzung hab‘ ich noch.

SnapShots – Winterlicher Futterplatz

24788144995_f7449bb2b0_o

Seit ein paar Jahren lebt ein Wacholderdrossel-Pärchen bei mir im Garten (ich hatte schon mal berichtet: Wacholderdrosseln), brütet auch jedes Jahr und kommt im Winter zum Futtern. So auch in diesem Winter.

Ich mag sie gern, diese gesprenkelte Drossel-Art und freue mich immer sehr, wenn sie meine ausgelegten Äpfel verspeisen. Äpfel für die Vögel gibt es bei mir bereits aufgeschnitten, denn sie scheinen die Schale nicht zu mögen.

Wie akribisch sie das Fruchtfleisch auspicken und die halbrunde Schale unversehrt liegenlassen. Zurück bleiben lauter kleine, leere Apfel-Schüsselchen.

Natürlich kommen auch andere Drosseln, die sich bei gefrorenem Boden an die reichlich ausgelegten Apfelleckerbissen machen. Und da muss ich immer wieder feststellen, wie unsozial die Wacholderdrossel ist.

24542572882_35c1f335db_z

Während alle anderen friedlich nebeneinander je einen Apfel auspicken (würden), ist sie viel eher damit beschäftigt, jeden hungrigen Artgenossen zu vertreiben. In Kampf-Haltung, aufgeplustert und mit erhobenem Schwanz (gerade so, wie es eine Katze macht…) jagt sie alles, was sich „ihrem“ Futterplatz nähert, davon.

Die Meisen, Finken und Spatzen dagegen, stehen mehr auf Körner und belagern die Futterschalen. Während so’n Spatz gleich vom Topf speist und dabei ’ne Menge über die Kante wirft (ist das jetzt besonders sozial? – für die Artgenossen am Boden?) holt sich die Meise Korn für Korn, fliegt zurück auf einen Ast und pickert es dort auf.

Und natürlich bleibt so ein Futterplatz nicht lange unbeobachtet. Meine alte Dame, die Mama Motte, würde wohl für ihr Leben gern einen kleinen Piepmatz fangen…

24542853902_976c7d2035_z

… aber, sehr zu ihrem Leidwesen, können die Vögel ja fliegen und sitzen nach ihrem Mahl hoch oben in den Bäumen,…

…schön sonnig und sicher. Gratis-Eis inbegriffen!  „Ach, könnte man doch auch fliegen!“

 

Kleines Wintermärchen

24035149684_fcfde37f3b_z

Väterchen Frost und Nebelwetter zauberten uns letzte Woche hier oben an der Küste ein kleines Wintermärchen. Weißer Reif umhüllte jeden Zweig, jeden Grashalm, jeden, vom Herbst übriggebliebenen Spinnenfaden.

24535878206_ec5f0fde08_z

Bei absoluter Windstille wuchsen die Eiskristalle zu einer dicken, glitzernden Ummantelung, dünne Zweige neigten sich bereits sanft unter ihrer Eis-Last.

24562583945_20dba13671_z

Wie wundervoll filigran die Natur doch den Baum geschaffen hat. Jedes noch so dünne, unscheinbare Ästchen verwandelte der Raureif in einen gewichtigen Teil seines Gesamtkunstwerkes.

Zwei Tage durfte ich meinen verzauberten Wintergarten geniessen, dann stiegen die Minusgrade, kam Wind auf und es schneite die ganze Nacht –

24535789366_05538092e7_z

nicht vom Himmel, nicht aus den Wolken – es schneite aus den Bäumen und Sträucher.

24562941215_22c8782ab2_z

Am nächsten Morgen war alles vorbei, als wäre nichts gewesen, als hätte der Winter mir nur ein Märchen erzählt.

SnapShots – Futtersaison eröffnet?

Die Tage werden kürzen, die Nächte kälter. Diese Vorboten des bevorstehenden Winters haben die Vögel auf meinem Hof schon längst erkannt. Immer wieder fliegen Sie die alten Futterstellen an und schauen nach, ob nun endlich etwas angekommen ist; ob die Futtersaison eröffnet wurde.

Die kleine Maise weiß genau, dass an diesem Hacken was Leckeres hängen sollte.

Den ganzen Sommer über waren das Futterhäuschen und die Bäume, in denen die Maisenknödel im Winter hängen, nicht besonders interessant. Doch jetzt kann man tatsächlich beobachten, wie die Vögel ihre Futterplätze regelmäßig inspizieren.

Schon im Oktober zu Füttern finde ich eigentlich viel zu früh, aber die Piepmätze haben mich erweicht. Zumal das Vogelfutter in den Supermärkten neben weihnachtlichen Spekulatius- und Lebkuchenaufstellern bereits Einzug gehalten hat. Also habe ich die ersten Knödel aufgehängt.

Die Spatzen hatten das natürlich sofort spitz, auch wenn die Sache sich noch recht mühsam gestaltet. Am Knödel zu hängen und zu futtern ist nicht so Ihr Ding, aber irgendwie muss man doch daran kommen!

Vielleicht von oben, vielleicht von unten?

Ein deutlich besserer Plan muss her.

So von der Seite, den Knödel schnappen und heranziehen. Das könnte was werden. Wenn der Knödel nur nicht immer wieder abhauen würde…

Maisen-Knödel sind einfach frustrierend, jedenfalls für Spatzen. Aber bis zum wirklichen Wintereinbruch haben sie ja noch Zeit zum Üben.