Ciao

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Neun Jahre war sie bei mir, so eine lange Zeit. Und sie war so präsent, überall, im Haus, im Garten, in jedem Tag. Dabei hat sie mich selten wirklich gebraucht, sie war ein so starker Charakter. Hatte immer Ihren eigenen Kopf. Hatte mich so gut erzogen. Nur bei den zwei, drei Blasenentzündungen musste ich ihr helfen.

Und nun die letzten Tage. Da hat sie mich gebraucht und ich bin so froh, die letzte Nacht bei Ihr gelegen zu haben. Ich glaube, am Morgen hat sie mich schon nicht mehr erkannt. Irgendwann in der Nacht hatte sie aufgehört zu schnurren.

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„Mama“ Motte

Und dann musste ich die letzte Entscheidung für sie treffen. Der Tag war da, vor dem ich schon lange große Angst hatte. Aber ich habe mich nicht gedrückt, sie durfte in meinem Arm einschlafen.

Ich wäre gern stärker gewesen, hätte gerne nicht geweint, hätte sie gern spüren lassen, dass alles gut ist. Damit sie keine Angst haben muss. Aber das habe ich nicht geschafft. Sie wird es mir nicht übel nehmen, sie hat mir nie etwas übel genommen. Sie war immer die Stärkere von uns beiden.

Ein letztes Bild vom 03. Februar 2016

When it rains, look for rainbows,
when it’s dark, look for stars.

Ach kleine Maus, Du wirst so fehlen, so schrecklich fehlen. Wo sollen meine Hände jetzt hin mit all der Liebe und Zärtlichkeit? Mir ist so kalt.

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23 Gedanken zu “Ciao

  1. Ich habe gerade viele Tränen vergossen als ich das las. Es tut mir unendlich leid. Das ist der Tag, den wohl jeder fürchtet, der so eine Fellnase ganz fest in sein Herz geschlossen hat. Gerade habe ich mir die Geschichten von Mama und ihrem Einzug und den Kleinen durchgelesen. So schön. Liebe Ulrike, Du hast Mama ein schönes Leben gegeben und ihr hattet eine wundervolle Zeit zusammen. Aus Deinen Erzählungen spricht so viel Liebe für sie und auch so viel Liebe von ihr für Dich. Das ist kein Trost, aber ich wünsche Dir, dass Du aus diesen schönen Erinnerungen ganz viel Kraft ziehen kannst, damit es irgendwann nicht mehr so weh tut. Alles Liebe ❤

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    1. Vielleicht braucht ihr sie ja doch irgendwann noch einmal, denn auf tierliebe Menschen kommen – auch wenn man es sich nicht vorstellen will und mag – immer wieder Fellnasen zu, die ein Zuhause brauchen. Sie wissen einfach, wo Menschen mit einem offenen Herzen sind ❤

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  2. Auch wenn es bei mir schon 3 Jahre her ist mit meinen 2 großen Hunden- schon sind die Tränen geflossen beim Lesen – es ist und wird immer so schlimm sein mit den treuesten Begleitern…aber wie du oben geschrieben hast“When it rains, look for rainbows,
    when it’s dark, look for stars.“

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  3. Oh, nein, Ulrike, die arme Motte. Und Du Arme, natürlich. Ich wünsche Dir, dass die schönen Erinnerung bald den Abschiedsschmerz überwiegen. Aber … puh … wie traurig jetzt erst einmal. Liebe Grüße, Stefanie

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  4. Das tut mir sehr leid 😦 Ich habe nun auch ein paar Tränchen verdrücken müssen. Ich wünsche Dir das Du deine Motte immer im Herzen trägst und viel Kraft für Dich. Lg Bailey, Oreo, Valentine und Indra

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