Wesselburen – am Markt tut sich was

Feriengästen von mir wurden mal gefragt, wo sie denn Ihr Urlaubsquartier haben. „Im Wesselburenerkoog“, verrieten sie freudig. „Ach Wesselburen – die tote Stadt“, war die niederschmetternde Erwiderung des Fragestellers.

Zugegeben, die Blütezeit Wesselburens liegt schon ein paar Jährchen zurück, kann aber an den stattlichen Bauten am Marktplatz auch heute noch erahnt werden. Die historischen Stadthäuser umsäumen den Markt rund um die Kirche, schmale Gassen führen sternförmig die Warft hinunter in den Ort.

Auch zugegeben, Leerstand und Verfall prägten zunehmend das Stadtbild und den Marktplatz. Seit einigen Jahren wird aber aktiv gegen diesen Verfall angegangen. Wesselburener Bürger gründeten in privater Initiative den Verein „Runder Tisch “, der mit Ideen, Aktionen und Taten unsere Stadt wiederbelebt.

So hat sich auch am Markt einiges getan. Neue Sitzbänke, Blumen-Anpflanzungen, eine Wasserlauf-Spielanlage setzen Akzente, die Brandruine des ehemaligen Textilhauses Gieseler wird einem innovativen Wohn- und Bürgerzentrum weichen, um nur einige Beispiele der positiven Entwicklung Wesselburens zu nennen.

Schon immer das Marktbild beherrschend war und ist die St.-Bartholomäus-Kirche, die mit Ihrem massigen Bau und der für Norddeutschland so untypischen, prächtigen Zwiebelturmspitze im alt-russischen Stil auf der Warft thront. Zudem ist die Kirche ein Meisterwerk der Akustik und ein Konzert in dieser Kirche ein beeindruckendes Erlebnis.

Am vorletzten Wochenende eröffnete sogar die Ulmenklause, auch eines der historischen Häuser am Markt, nach 2 Jahren Leerstand neu.

Wer die alte „Ulme“ noch kennt, der darf staunen; der Gastraum ist hell und freundlich restauriert und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet worden.

Und wer Tanja Möller kennt – Tanja betreibt neben Ihrer weit über die Grenzen Dithmarschens bekannten Kochschule (ein echter Tipp für ein ganz besonderes kulinarisches Erlebnis) jetzt auch die Ulmenklause – erkennt Tanja’s Handschrift sofort. Frisch und regional wird gekocht, frisch und ansprechend ist das Ambiente.

Da bleibt nur der Entwicklung Wesselburens, des Marktes, der Ulmenklause mit Tanja Möller und allen anderen Unternehmern und Bürgern der Stadt viel Erfolg und viele Besucher zu wünschen.

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